Aachen - Konzert gegen die Vernichtung des Regenwalds

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Konzert gegen die Vernichtung des Regenwalds

Von: Marcus Erberich
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Sie setzen sich für den Erhal
Sie setzen sich für den Erhalt des Regenwalds ein: Dr. Mona Pursey (l.), Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Eine-Welt-Forum Aachen, und Vorstandsmitglied Sri Tunruang. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Die Vernichtung der Regenwälder betrifft uns alle”, sagt Mona Pursey. Sie ist Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Eine-Welt-Forum Aachen.

Was klingen mag wie eine Binsenweisheit, ist in Wirklichkeit alltägliche Realität: Die Entwaldung der tropischen Regenwälder geht kontinuierlich weiter - insbesondere in Südostasien, wo die Entwaldungsrate weltweit am dramatischsten ist, sind große Teile des Baumbestandes bereits zerstört worden.

Das Eine-Welt-Forum, seit etwa 30 Jahren in Aachen und der Euregio tätig, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem „Klimabündnis” und der „Organisation der indigenen Völker Antioquias - Kolumbien” nun das „Konzert für Amazonien”. Sechs Musiker der Band „Grupo Sal” werden den Gästen Musik und Poesie aus Lateinamerika präsentieren.

Die Musiker - sie stammen aus Argentinien, Chile, Portugal und Deutschland - stehen in den beinahe 30 Jahren ihres Band-Bestehens für eine gerechte Welt und ein würdevolles Miteinander ein. Ihre Musik verbindet traditionelle und politische Folklore; das Repertoire moderner lateinamerikanischer Liedermacher wird durch eigene Kompositionen ergänzt. Entstehung und Hintergrund mancher Lieder werden teilweise erzählerisch mit ins Programm eingeflochten, bedeutende Textpassagen werden auch mal übersetzt.

Teil des Programms ist auch die Begegnung von Abadio Green und Thomas Brose. Green ist der führende Vertreter des indigenen Volkes der Tule. Dort ist er nicht nur als „Ältester” anerkannt, er ist zudem Professor für Ethnolinguistik. Er wird persönlich über das Leben seines Volkes berichten. Thomas Brose war seinerzeit Entwicklungshelfer in Brasilien und ist heute der Geschäftsleiter des „Klimabündnisses”. Gemeinsam wollen sie über Visionen und Lösungsansätze sprechen.

Mehrere Informations-Stände

Zudem wird der iranisch-stämmige und in Mannheim lebende Licht-Künstler Mehrdad Zaeri die musikalische Darbietung mit Live-Zeichnungen begleiten, die vor den Augen des Publikums auf eine Wand projiziert werden. Vor Ort wird es außerdem Informations-Stände verschiedener Hilfsorganisationen geben. Vertreten sind unter anderem die Gesellschaft für bedrohte Völker, Misereor und Greenpeace.

Eintrittskarten für das Konzert im Space des Ludwig-Forums sind im Vorverkauf im Buchladen 39, Pontstraße 39, zu kaufen. Sie kosten zwölf Euro, ermäßigt acht Euro; an der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro. Informationen gibt es im Internet unter www.1wf.de oder unter Tel. 0241/894 495 60.

Das Eine-Welt-Forum hat es sich zur Aufgabe gemacht, über entwicklungspolitische Missstände weltweit aufzuklären. Es geht um internationale Solidarität, Völkerverständigung, Menschenrechte und Demokratie. Zudem gewinnt der Klimawandel zunehmend an Bedeutung, so unterhält das Forum zum Beispiel eine Partnerschaft mit einem indonesischen Fischerdorf, das von einem Tsunami zu großen Teilen zerstört und dessen Bevölkerung in die Armut getrieben wurde.

Um schon früh über die Bedeutung des Klimaschutzes zu informieren, geht das Forum gezielt auf Schulen zu und bietet dort verschiedene Aktionen an. Da wäre zum einen der Klimaparcours, koordiniert von der Bildungsagentur „KreaScienta”. Unter dem Motto „Klima: lokal-global” laufen Schüler im Alter von 14 bis 15 Jahren mehrere Stationen an und können sich dort bei Fachleuten über Aktionen gegen den Klimawandel informieren.

In diesem Jahr findet der Parcours bereits zum dritten Mal statt, dabei sind die Maria-Montessori Gesamtschule, die Gesamtschule Brand und das Couven Gymnasium. Es beteiligen sich unter anderem der Aachener Weltladen, Cambio Car-Sharing und der Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen.

Aktion „Mord im Regenwald”

Zum anderen gibt es die Aktion „Mord im Regenwald”. Schüler der siebten bis zehnten Klassen können teilnehmen. Die Themen lauten: „Globale Vernetzung”, „Biodiversität”, „Nutzen, Bedeutung und Schutz”. Durchgeführt werden die Projekttage von der Arbeitsgemeinschaft für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Jugendliche sollen so motiviert werden, sich selbst für den Schutz des Regenwalds einzusetzen.
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