Aachen - Konzept Aachen 2022: Familien berichten, wo der Schuh drückt

Konzept Aachen 2022: Familien berichten, wo der Schuh drückt

Von: Martina Stöhr
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Mit dem OB auf Tour: Oberbürgermeister Marcel Philipp hört sich bei einem Spaziergang mit Eltern, Betreuern und Kindern der Kita Heilig Kreuz die Sorgen und Nöte an, die sie im alltäglichen Leben in Aachens Innenstadt haben. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ampeln, die zu schnell auf rot springen, gefährliche Querungen oder Spielplätze, die stillgelegt wurden: Beim Spaziergang mit Oberbürgermeister Marcel Philipp haben Eltern, Erzieher und Kinder der Kita Heilig Kreuz die Chance genutzt, all das anzubringen, was ihnen das Leben schwer macht.

Beanstandungen gab es gleich zu Beginn an der Einfahrt zum Kindergarten an der Kreuzherrenstraße. Hier fehlen zum einen Kurzeitparkplätze, um die Kinder wegbringen und wieder holen zu können, zum andern fahren die Autos dort zum Teil auch viel zu schnell, bemängelten die Eltern.

Oberbürgermeister Marcel Philipp hörte sich die Klagen geduldig an und versprach, über Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken. Nicht immer aber konnte er den Anregungen der Spaziergänger bedenkenlos zustimmen. Bei einer gelungenen Stadtplanung seien eben immer auch unterschiedliche Aspekte und Interessen zu berücksichtigen, führte Dr. Frank Pflüger vom Büro HJPlaner aus, das mit der Bearbeitung des Innenstadtkonzepts Aachen 2022 beauftragt ist.

In dessen Rahmen sollten eben auch die Menschen zu Worte kommen, die in der Stadt leben. Nach der Beteiligung von Senioren, Jugendlichen und Berufstätigen kamen jetzt auch weitere Eltern und deren Kinder zu Wort. Gemeinsam mit den Städteplanern und dem OB gingen sie all die Plätze ab, die ihnen besonders am Herzen liegen. „Der Lebensraum in der Innenstadt soll attraktiv bleiben“, hatte Philipp eingangs betont. Und dazu gehören wohl auch attraktive Spielplätze für die jungen Familien.

Wie es um die bestellt ist, schauten sich die Spaziergänger vor Ort an: Am Hirschgraben standen sie vor verschlossenen Türen. Der eingezäunte Spielplatz wird offensichtlich schon lange nicht mehr genutzt, zum Bedauern der Eltern. Auch wenn er klein und deshalb laut Philipp kaum als Spielplatz zu bezeichnen ist, würden die Eltern ihn gerne nutzen. Das eine oder andere neue Spielgerät und schon könnte der Platz ein attraktiver Ort für Kinder werden, meinten sie. Der Spielplatz am Bergdriesch sei dagegen schon heute ein nahezu perfekter Aufenthaltsort. Es gibt unter anderem eine Schaukel, ein Kletterhäuschen, eine Wippe, ausreichend Bänke für die Eltern und außerdem ein Eiscafé in unmittelbarer Nähe. Dass der Platz sehr offen gestaltet ist, begrüßen die Eltern zwar einerseits, wünschen sich aber andererseits doch eine kleine Hecke, die die Kinder davon abhält, auf die Straße zu laufen.

Lob für Veltman-Park

Viel Lob gab es auch für den Veltman-Park und den Spielplatz am Veltmanplatz. Weniger Gefallen finden die Eltern an dem angrenzenden Ring: Der sei gefährlich, die Autos führen viel zu schnell und für die Kinder ginge eine hohe Gefährdung von ihm aus. Schnell gerieten die Eltern in ein Gespräch über Mobilität und sinnvolle Verkehrskonzepte. Konkrete Verbesserungsvorschläge während des Spaziergangs nahmen die Stadtplaner auf.

Die Ergebnisse der Spaziergänge mit auch zwei weiteren Kitas werden am 15. Oktober bei einer Zwischenbilanz in der Mensa des Gymnasiums St. Leonhard vorgestellt.

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