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Kommentiert: Fatales Signal

Ein Kommentar von Achim kaiser

Will die Stadt nun einen Windpark im Münsterwald mit der Stawag errichten, ja oder nein?

Eigentlich will sie, aber solange eine Klage im Raum steht, werde nicht gebaut, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp. Guter Tipp für die Naturschützer, deren erste Klageandrohung die Stadt schon in die Knie gezwungen hat.

Noch am Freitag verkündete die Baudezernentin Gisela Nacken selbstbewusst, alles klar, wir können loslegen im Münsterwald. Wegen Sigmar Gabriels Eckpunktepapier herrsche Termindruck, fest eingeplante Fördergelder würden sonst möglicherweise nicht Richtung Aachen fließen.

Und am Dienstag dann der Rückzieher von einem butterweichen Oberbürgermeister: Bei seinem verzweifelten Versuch, den vorläufigen Stopp des politisch kaum umstrittenen Projekts zu erklären, watscht er auch noch zwischen den Zeilen seine Dezernentin ab. Die ist bekanntermaßen auch seine Konkurrentin um den OB-Posten – der Wahlkampf ist auch auf der Verwaltungsebene eingeläutet.

Nicht nur Nacken hat mit ihrem ungeschickten Vorstoß eine schlechte Figur gemacht. Auch der OB, der augenscheinlich nirgendwo anecken will, muss sich den Vorwurf mangelnder Kommunikation mit dem Fachbereich Umwelt gefallen lassen.

Fatal ist sein gestern ausgesandtes Signal, es allen Recht machen zu wollen: Es könnte der Anfang vom Ende des Windparks im Münsterwald sein. Die nächste Klage vom Nabu kommt bestimmt!

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