Aachen - Kol: Nachbarn sollen die Moschee akzeptieren

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Kol: Nachbarn sollen die Moschee akzeptieren

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
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Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius ließ sich über die Aktivitäten der Yunus-Emre-Gemeinde an der Stolberger Straße und den geplanten Neubau der Moschee unterrichten. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Wann sich endlich die neue Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße den Aachenern präsentiert, ist noch nicht bekannt. Letzte Details der Baugenehmigung müssten noch geklärt werden, erklärte Abdurrahman Kol, der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde.

Allerdings, einer der ersten Schritte ist getan, die alte Tankstelle, die mit angeschlossener ehemaliger Werkstatt 25 Jahre lang ein mehr als unwürdiges Provisorium war, wird derzeit abgerissen.

„Am Montag kommen die Bagger”, erfuhr Bettina Herlitzius. Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, die ihr Regionalbüro in der Franzstraße unterhält, ließ sich von Kol und Süleyman Zembilci unterrichten, wie sich die islamische Gemeinde die Zukunft im Aachener Ostviertel vorstellt.

„Wir legen Wert darauf, dass das Gebäude von der gesamten Nachbarschaft akzeptiert wird”, erklärte Kol. Gegenteilige Ansichten seien in Aachen nicht bekannt. Der Panneschopp sei nicht Köln-Ehrenfeld.

Der Bau des Gotteshauses ist nötig, weil das Provisorium an hohen islamischen Feiertagen, wie beispielsweise dem Opferfest, aus allen Nähten platzt. Vorangegangener Knies um fehlende Stellplätze wurde bereits beigelegt. An besagten hohen Feiertagen wird der Vorplatz zur Moschee für parkende Autos geöffnet, „das tut es”, weiß Zembilci.

Gebetsraum und Wohnungen Der Neubau wird eine Gesamtfläche von 3230 Quadratmeter aufweisen, erfuhr die grüne Politikerin. Davon seien 850 Quadratmeter für den Gebetsraum vorgesehen, 750 Quadratmeter werden für 13 Wohnungen geplant.

Eine davon ist dem Imam der Gemeinde vorbehalten, der alle vier Jahre durch einen anderen von der türkischen Religionsbehörde bezahlten Kollegen ersetzt wird.

In den anderen zwölf Unterkünften ist „Betreutes Wohnen” vorgesehen. „Allerdings können wir keine Pflege gewährleisten”, zeichnete Kol die Grenzen der Yunus-Emre-Gemeinde auf. Er kann sich aber vorstellen, dass die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt diese Aufgabe übernehmen könnten.

Auch ein Mehrzweckraum von 440 Quadratmeter wird angeboten. „Den können selbstverständlich alle Bevölkerungsgruppen mieten”, sagt der Gemeinde-Vorsitzende. Damit sei auch ein Integrationsziel erreicht. Weiter sind geplant Schul- und Seminarbereiche(400 Quadratmeter), eine Küche (50), ein Café (140), eine Bibliothek (100) und ein Frauentreff (150).
Bettina Herlitzius war so angetan, dass sie versprach, sich für den Bereich „Betreutes Wohnen” um Bundesmittel stark zu machen.
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