Aachen - Klosterplatz bleibt weiterhin ein Parkplatz

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Klosterplatz bleibt weiterhin ein Parkplatz

Von: Heiner Hautermans
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Die Zufahrt zum Klosterplatz wird durch, möglicherweise versenkbare, Poller gesperrt. Die Verwaltung wird zur weiteren Gestaltung des „Pfalzbezirkes” voraussichtlich am 16. November eine Bürgerinformationsveranstaltung abhalten. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Weil Geld fehlt, wird die Verkehrsplanung im Herzen der Stadt geändert. Der Klosterplatz, seit Jahrzehnten ein beliebter Parkplatz in der Nähe des Doms, sollte eigentlich zur Fußgängerzone werden.

Da schon eingeplante Mittel aus dem Konjunkturprogramm I (für Maßnahmen an den nationalen Unesco-Weltkulturerbestätten) doch nicht fließen, bleibt der Klosterplatz Parkplatz mit 43 Ständen - allerdings nur noch für Anwohner. Andere Parkinteressenten werden per Poller ausgeschlossen - nach dem Vorbild des Brot-Schneider-Parkplatzes.

Dort können die Umwohnenden einen Stellplatz für 50 Euro pro Monat buchen, im Vergleich zu Unterstellmöglichkeiten in Parkhäusern vergleichsweise günstig. Allerdings fällt diese Regelung der Erweiterung des Gymnasiums St. Leonhard im nächsten Jahr zum Opfer.

Auch auf dem Klosterplatz soll das Parken für Anwohner nur eine vorübergehende Erscheinung sein. Langfristig verfolge man das Ziel, den historischen Klosterplatz autofrei zu machen, nämlich weiter. Dies beschloss der Mobiliätsausschuss auf seiner letzten Sitzung.

„Die Mittel stehen zurzeit nicht zur Verfügung”, erläuterte Beigeordnete Gisela Nacken den Politikern. „Es sieht merkwürdig aus, wenn man den Platz einzieht und dann leer liegen lässt.” Sie erntete weitgehend Zustimmung. Die Mehrheitsfraktionen Schwarz-Grün hatten dem Verwaltungsvorschlag schon vorab zugestimmt.

Einverstanden damit erklärten sich auch die Sozialdemokraten (Michael Servos: „Eine tolle Sache”) und Freidemokraten, die sich sogar für das Anwohnerparken als Dauerlösung aussprachen. Widerspruch kam lediglich von den Linken, aus ästhetischen Gründen. Andreas Müller sprach von einem „Schandfleck an prominenter Stelle”.

Niveaugleicher Ausbau

Einstimmigkeit herrschte dagegen bei weiteren Punkten. Die Johannes-Paul-II.-Straße - zwischen Jakobstraße und Ritter-Chorus-Straße - mwird zur Fußgängerzone umgestaltet. Das ist sie zwar heute schon, wird aber immer (verbotswidrig) noch von Kfz befahren. Das wird sich ändern.

Einmal wird die Straße niveaugleich ausgebaut und ist dann nur noch für Radfahrer, Anwohner, Behinderte und zum Laden und Liefern befahrbar. Und damit dieses Ziel erreichbar ist, werden in halber Höhe zwischen Jakobstraße und Ritter-Chorus-Straße Poller aufgestellt.

Die werden auch die Eltern der Kinder von der Domsingschule fernhalten, die heute nach Beobachtung von Bezirksbürgermeister Achim Ferrari (Grüne) massiv die Fußgängerzone missachten: „Sie bringen ihre eigenen Kinder in Gefahr.”

Seine morgendlichen Beobachtungen des Bring- und Holverkehrs hätten ergeben, dass von den Eltern ein regelrechtes Chaos angerichtet werde, obwohl es eine Elternhaltestelle an der Judengasse gebe. Die Verkehrserziehung müsse da wohl eher bei den Eltern ansetzen als bei den Kindern, assistierte Dezernentin Nacken.

Großer Andrang

In einem weiteren Punkt herrschte dagegen wieder Übereinstimmung: Bei den Umplanungen (auch die Ritter-Chorus-Straße wird zur Fußgängerzone und einen kleinen Platz umgestaltet) werden sechs Behindertenparkplätze, die allen Behinderten zur Verfügung stehen, angelegt. Schließlich werden neue Einrichtungen wie Dominformationszentrum und Centre Charlemagne für erheblichen Andrang sorgen.
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