Klinikum: 360 neue Parkplätze

Von: Werner Breuer
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Hoher Parkdruck: Um mehr Stell
Hoher Parkdruck: Um mehr Stellplätze am Klinikum zu schaffen, sollen 183 Bäume gefällt werden. Ebenso viele sollen aber neu angepflanzt werden. Außerdem wird die Verkehrsführung geändert. Foto: Harald Krömer

Aachen. Von der Parkplatzsuche am Klinikum können viele Aachener ein Liedchen singen. Peter Asché weiß zum Beispiel von Blutspendern, die unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antraten. „Die sind immer wieder ums Gebäude gefahren”, so der kaufmännische Direktor des Uniklinikums, „aber haben einfach keinen Stellplatz gefunden.”

Doch nun naht Linderung: Etwa 360 neue Parkplätze sollen entstehen. „Das ist relativ einfach und kurzfristig möglich”, sagt Asché.

Einfach ist relativ: Immerhin muss der Bereich vor dem Großkrankenhaus für diese Operation gehörig umgekrempelt werden. Derzeit gibt es etwa 500 gebührenpflichtige Stellplätze gegenüber dem Haupteingang und weitere rund 1300 Gratis-Flächen auf dem größeren Areal westlich davon. Vor der Schranke zu dem bewirtschafteten Parkraum bilden sich immer wieder mal Schlangen. Der Rückstau blockiert dann den Verkehr auf der Pauwelsstraße. „Pfropfensituation” nennt das Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM.

Damit dürfte bald Schluss sein, denn die Pauwelsstraße wird zur „Umwelttrasse”. Der motorisierte Individualverkehr bleibt dann außen vor, die Pauwelsstraße wird reserviert für Busse und Taxen. „Wir haben dort auch Erweiterungsmöglichkeiten, wenn die Campusbahn kommt”, sagt Planer Mesenholl. Autofahrer erreichen die Parkplätze dann nur noch über die Kullenhofstraße, auf der bisherigen Einbahnstraße wird der Verkehr künftig in beide Richtungen fließen,

Neu sortiert werden die Verkehrsströme in Richtung Klinikum - laut Asché tummeln sich dort täglich bis zu 16.000 Menschen - schon viel früher. Die Zufahrt vom Pariser Ring aus hält Aachens Planungsdezernentin Gisela Nacken ohnehin für unglücklich. „Die Orientierung und die Vorfahrtsregelung sind schwierig.” Auch mit Blick auf den Campus Melaten wird es an dieser Stelle in Zukunft einen oval gestalteten Kreisverkehr geben. Von dort soll es dann nicht mehr in einer großen Schleife um den alten Hubschrauberlandeplatz gehen, sondern direkt in die Kullenhofstraße.

Dort ist ein zweiter Kreisel geplant, zwecks Verteilung der Autos auf die Parkplätze. Davon wird es demnächst drei geben; neben den bisherigen Stellflächen wird auch der alte Hubschrauberlandeplatz zum Parkraum. Auf längere Sicht kann sich der kaufmännische Direktor dort auch ein Parkhaus vorstellen. Zunächst aber entstehen dort rund 120 neue Stellplätze. Auf dem bisherigen Parkplatz gegenüber dem Haupteingang kommen 40 neue Plätze hinzu, weitere 120 auf dem größeren Areal im Westen.

Erreicht wird das durch eine neue Aufteilung der Flächen - und dafür müssen Bäume weichen. 183 Bäume, davon 42 geschützte, sollen ab Montag gefällt werden. „Wenn man die Zahl hört, zuckt man zusammen”, gesteht Gisela Nacken. Allerdings tröstet sie, dass der Schwund eins zu eins wieder aufgeforstet wird. „Vorher waren es 420 Baume”, so Nacken, „und am Ende werden es auch wieder 420 sein.” Das Grün auf den Parkplätzen wird es auch weiterhin geben, allerdings muss es wegen der neuen Aufteilung der Flächen erst einmal weichen. Das soll nachts geschehen: Damit die Holzfäller den Parkdruck, der auch umliegende Wohngebiete in Mitleidenschaft zieht, nicht weiter verstärken, werden sie in den Nächten mit möglichst geräuscharmem Gerät zu Werke gehen.

Nacken begrüßt zudem, dass das Klinikum eine „Parkraumbewirtschaftung anstrebt”. Die geplanten Gebührenpflicht muss noch mit der Mitarbeitervertretung abgestimmt werden.

Die Maßnahmen sollen rund 1,8 Millionen Euro kosten.
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