Aachen - Kleingärtner von „Groß Tivoli” erringen den Wanderpreis

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Kleingärtner von „Groß Tivoli” erringen den Wanderpreis

Von: Nina Krüsmann
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Viel Lob für die Kleingärtner: vorne von links OB Marcel Philipp, Hubert Coonen, Vorsitzender von „Groß Tivoli”, Stadtverbandsvorsitzender Heijo Plum und sein Stellvertreter Karl Schmetz. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Große Spannung herrschte bei den Teilnehmern des Kleingartenwettbewerbs um den Wanderpreis der Stadt Aachen. Mehrere 100 Gartenfreunde von insgesamt 35 Anlagen hatten sich zur Preisverleihung im Krönungssaal des Rathauses eingefunden.

Der Vorsitzende des Stadtverbandes der Familiengärtner, Heijo Plum, machte in seiner Begrüßung zunächst auf aktuelle Debatten im Kleingartenwesen aufmerksam. Der Verband ist Interessenvertreter und Schnittstelle für 44 gemeinnützige Kleingärtnervereine mit mehr als 2500 Mitgliedern.

„Auch in Zukunft müssen die Kleingärten offen für alle sein, für Jung und Alt und für ausländische Mitbürger”, sagte Plum. Die Integration von Aussiedlern sei allerdings ein schwieriges Thema. „Wir müssen die ausländischen Pächter mehr in die Vereinsarbeit involvieren, zur Teilnahme an Mitgliederversammlungen und Veranstaltungen einladen.” Es gelte, Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede zu überwinden. Auch die aktuelle Debatte um die Anlage von „Grünfugen” in der Dauergartenanlage Wiesental schnitt Plum an.

Oberbürgermeister Philipp bestätigte, dass neue Konzepte nötig seien. „Kleingärten erfüllen eine Aufgabe im sozialen Bereich und in der städtebaulichen Entwicklung. Deshalb danke ich Ihnen für Ihr Engagement”, betonte Philipp, dass jede gute Anlage ein wichtiger Bestandteil von Aachen sei. Für da Thema Wiesental habe man eine gute Gesprächsebene gefunden, erklärte der OB.

Strenge Wertungsrichter

Dann ging es an die Siegerehrung. Mitte Juli hatten die drei Preisrichter Franz-Josef Gatzen vom Immobilienmanagement der Stadt, Ernst Schnitzler, Vorsitzender des Stadtverbandes Düren, und Helmut Theunissen, Schriftführer des Stadtverbandes der Familiengärtner, 35 Kleingartenanlagen besichtigt und bewertet. Kriterien sind der Unterhaltungszustand von Wegen, Platzflächen und Gemeinschaftsanlagen, die Aufteilung der Einzelgärten, Einzäunungen und Tore, biologische Maßnahmen und der Gesamteindruck. Aber auch Kinderfreundlichkeit, Vereinsführung und besondere Gemeinschaftsleistungen gehen in die Bewertung ein.

Der fünfte Wanderpreis der Stadt Aachen geht in diesem Jahr an die Anlage „Groß Tivoli”. „Diese Dauergartenanlage wurde wegen des Stadionneubaus 2008 umgesiedelt und fand an der Berensberger Straße eine neue Heimat. Der Vorstand hat mit 39 Kleingärtnern keine Mühen gescheut, eine Wiesenfläche an der Stadtgrenze rekultiviert und zu einer mustergültigen Kleingartenanlage mit Blick über die Soers gemacht”, berichtete Plum über zwei Jahre fleißige Arbeit. Nach der Umsiedlung seien bereits jetzt alle Kriterien der Jury hervorragend erfüllt. Auch insgesamt sei das Niveau der Kleingärten sehr hoch. „46 Prozent aller Anlagen sind mit âhervorragendÔ bewertet worden”, betonte Plum.

Drei Sonderpreise

Gleich drei Anlagen erhielten für besondere Gemeinschaftsleistungen einen Sonderpreis zuerkannt. Der Kleingartenverein „Auf der Hüls” hat für die städtische Grünfläche vor ihrer Anlage eine Patenschaft übernommen. Die Mitglieder kümmern sich um die Säuberung und Pflege, was für ein einladendes Entree sorgt.

An der „Lohmühle” der größten Anlage der Kaiserstadt, werden die versiegelten Wegeflächen nach und nach aufgerissen und durch eine wasserdurchlässige Feinsplittoberfläche ersetzt. Im Wiesental wurde jetzt mit viel Eigenleistung für die Kinder ein neuer Spielplatz angelegt. „Dieser Sonderpreis steht beispielhaft dafür, dass die nachwachsende Generation der Kleingärtner nur so gesichert werden kann, wenn man den Jüngsten schon frühzeitig Freude schenkt”, betonte Plum.
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