Aachen - Kleingärtner im Wiesental halten sich nicht an die Absprachen

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Kleingärtner im Wiesental halten sich nicht an die Absprachen

Von: Martina Stöhr
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Sind stolz auf die Aufwertung des Quartiers Wiesental: Fabian Kumkar, Projektleiter Soziale Stadt Aachen-Nord, (vorne rechts), Baudezernentin Gisela Nacken (hinten mitte) und Silke Gärtner vom Stadtteilbüro Aachen-Nord (3. von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Menschen miteinander in Kontakt bringen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen: Darum geht es den Projektbeteiligten bei der Sanierung des Quartiers Wiesental in erster Linie. Jetzt trafen sie sich in der Martin-Luther-King-Schule, um die ersten Erfolge zu feiern.

Die Spielplätze Talbotstraße und Wiesental sind fertig, die Wege zur Wurm neu gestaltet und der Schulhof der Martin-Luther-King-Schule verfügt über eingezäunte Plätze für Basketball, Fußball, Badminton, und Volleyball. Außerdem haben die Schüler die Seitenwand ihrer Schule ganz im Sinne ihres Namensgebers neu gestaltet. Und die Renovierung der städtischen Wohnungen im Quartier ist in vollen Gange, wie Fabian Kumkar als Projektleiter Soziale Stadt Aachen-Nord berichtete.

Weg zur Wurm beliebt

„Es geht hier nicht allein um die Anlage neuer Spielplätze“, betonte Baudezernentin Gisela Nacken, als die am Projekt Beteiligten jetzt einen Moment innehielten, um Resümee zu ziehen. Ziel sei vielmehr, dass die Bürger den öffentlichen Raum auch nutzten. Und das tun sie offensichtlich. Besonders der direkte Weg zur Wurm sei sehr beliebt, erzählte Kumkar. Leider gebe es aber noch Probleme mit dem Kleingartenverein Wiesental. Entgegen der Absprache verschließe der seine Tore und verhindere damit den direkten Zugang zur Wurm. Wer dennoch dort spazieren gehen wolle, müsse einen weiten Umweg in Kauf nehmen. Das sei aber vor allem den älteren Menschen, die zum Teil mit Rollatoren unterwegs seien, nicht zuzumuten.

Zumindest am Wochenende

Laut Gisela Nacken hat der Oberbürgermeister inzwischen einen Brief an den Kleingartenverein geschickt, um auf die Einhaltung der getroffenen Absprache zu pochen. Die Kleingärtner hatten sich seinerzeit bereit erklärt, die Tore im Winter zumindest am Wochenende offen zu halten.

Vereinbarung sei Vereinbarung, meinte Nacken. Trotz dieses Wermutstropfens schauten die Projektbeteiligten mit Stolz auf das Geleistete. 650 000 Euro wurden für die Gestaltung der Spielplätze, des Unterstands für Jugendliche an der Talbotstraße, die Wege zur Wurm und die Sportplätze ausgegeben. 80 Prozent werden von der EU, dem Bund und dem Land gefördert.

Laut Kumkar leben 1800 Menschen im Quartier Wiesental. Als die Wohnungsgesellschaft Gewoge 2009 ihre Absicht bekundet hat, ihre dortigen Bestände zu renovieren, sah die Stadt das als Chance, das ganze Viertel zwischen Joseph-von-Görres-Straße, Jülicher Straße, Talbotstraße und Wurm aufzuwerten.

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