Kleine Hexe hängt Hamlet klar ab

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Der Publikumsrenner dieser Saison: „Die kleine Hexe“ mit Nele Swanton. Foto: Marie-Luise Manthei

Aachen. Seinen Rekord hat Intendant Michael Schmitz-Aufterbeck nicht geknackt, aber er zeigt sich dennoch zufrieden (siehe „Kurz gefragt“). Rund 153.000 Zuschauer sind in der nun zu Ende gehenden Spielzeit nach Angaben des Aachener Theaters zu Opern- und Schauspielaufführungen sowie den Konzerten gekommen.

Rund 160.000 – also etwa 4,5 Prozent mehr – waren es in der Vorsaison: bisher der Spitzenwert des seit 2005 in Aachen tätigen Theaterchefs. Zum Vergleich: Vorgänger Paul Esterhazy erreichte in seiner letzten Saison nur rund 116.000 Zuschauer.

„Die Zahl der Abos blieb stabil“, heißt es. 2979 Zuschauer schlossen für die Spielzeit ein Fest-Abonnement ab. Jedoch ist ein kontinuierlicher Rückgang zu erkennen: So gab es vor fünf Jahren noch 3430 Festabonnenten.

Der Publikumsrenner in dieser Saison war – wie gewohnt – das Familienstück: „Die kleine Hexe“ haben 28.700 Zuschauer in 39 Vorstellungen durchs große Haus fliegen sehen. Im Schauspiel hatte Shakespeares „Hamlet“ (Regie: Christina Rast) mit 6635 Besuchern die beste Auslastung, Ibsens „Peer Gynt“ (Regie: Ewa Teilmans) mit 3508 Besuchern die schlechteste. Im Musiktheater war Teilmanse_SSRq „Rusalka“-Inszenierung mit 5965 Zuschauern am besten besucht, Alexander Charims kontrovers diskutierter „Fidelio“ mit 4978 Besuchern am schlechtesten.

Die kleineren Bühnen in der Kammer und im Mörgens „sind so erfolgreich wie nie zuvor“, teilt das Theater mit. In der jungen 99-Plätze-Spielstätte in der Mörgensstraße waren Thomas Manns „Mario und der Zauberer“ und das Bürger-Projekt „Kennen lernen“ die Publikumslieblinge. Eine Auslastung von fast 100 Prozent kann der musikalische „Zirkus Furioso“ in der Kammer aufweisen – wegen der großen Nachfrage wird er nächste Saison wieder in die Manege bitten. Die Wiederaufnahmen von „Tschick“ (insgesamt schon 77 Vorstellungen) im Mörgens und „Verrücktes Blut“ (32) waren stets ausverkauft – auch diese Hits werden weiterhin gezeigt.

Eine erfolgreiche Bilanz ziehen Generalmusikdirektor Kazem Abdullah und das Sinfonieorchester: Gerechnet wird mit insgesamt etwa 53.000 Konzertbesuchern, davon gingen rund 15.000 ins Eurogress (81,4 Prozent Auslastung). Damit konnte der US-Amerikaner die guten Zahlen seines Vorgängers Marcus Bosch toppen.

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