Aachen - Klebrige Flecken an allen Ecken

Klebrige Flecken an allen Ecken

Von: Werner Breuer
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Beeindruckender Fleckenteppich: Dicht an dicht pappen die Kaugummis nicht nur auf dem Pflaster der Adalbertstraß. Maschinell sind sie schwer zu entfernen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Immer wieder sonntags offenbart sich die ganze Pracht: Wenn keine Passanten-Massen den Blick auf das Straßenpflaster der Adalbertstraße verstellen, ist ein hell gesprenkelter Belag zu besichtigen. Kaugummi-Reste pappen derart dicht an dicht auf dem Boden, dass jeder Schritt zum Treffer wird.

„Das ist in Aachen wohl besonders ausgeprägt”, meint Stadt-Pressesprecher Hans Poth. Nach Feststellungen des Stadtbetriebs sei andernorts die Kaugummifleckendichte nicht so hoch. Zwar wird auch in anderen Städten gekaut und ausgespuckt, der gemeine Öcher allerdings scheint beim Stadtbummel mit nichts anderem beschäftigt zu sein. „Es ist ein Unding”, so Poth, „dass alles auf die Straße geschmissen wird.”

Nebenwirkungen

Das Meiste davon können die Mitarbeiter der Stadtreinigung wegfegen, aufklauben oder auf andere Art beseitigen. Kaugummi aber klebt auf Straßenpflaster mitunter besser als Tapete an der Wand. Der Stadtbetrieb habe schon ausgeklügelte Gerätschaften zur Fleckentfernung ausprobiert, berichtet Hans Poth.

„Das funktioniert mit Maschinen, aber es hat Nebenwirkungen.” Die Apparate würden arbeiten wie Hochdruckreiniger - und nicht nur den Kaugummi wegputzen, sondern auch sein Umfeld bleichen. „Die Stellen werden heller”, weiß Poth, „und das sieht dann aus wie ein Flickenteppich.” Die Methode sei zudem recht zeitaufwändig und teuer, was dann die Frage aufwerfe, wer dafür in die Tasche greift: Die Stadt allein? Soll die Rechnung auf die Gebührenzahler umgelegt werden? Beteiligen sich womöglich andere an den Kosten?

Von dieser Form des Pflasterputzes hat die Stadt deshalb vorerst Abstand genommen. „Wir sind auf der Suche nach einem besseren Verfahren”, sagt Poth. Das bestehe sicher nicht darin, dass die Mitarbeiter des Stadtbetriebs durch die Fußgängerzonen robben und von Hand die Kaugummis vom Pflaster kratzen würden.

Irgendeine Lösung aber werde es geben, verspricht Hans Poth. „Da tut sich etwas, und zwar in der nächsten Zeit.”
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