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Kita Talbotstraße: Bis Sommer 2015 wieder neu

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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Ist seit August 2011 geschlossen und wird bald bis zur Bodenplatte abgerissen und neu errichtet: die Kindertagesstätte an der Talbotstraße. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das Unwetter, das im August 2011 über Aachen niederging, richtete zahlreiche Schäden an. Weitaus am schlimmsten getroffen wurde die Integrative Kindertagesstätte an der Talbotstraße. Durch hochgedrücktes Toilettenwasser wurde der Estrich verkeimt, der Schimmel wuchs schnell bis an die Decke.

 Das gesamte Gebäude ist seitdem nicht mehr nutzbar, die Kita des Vereins für Körper- und Mehrbachbehinderte (VKM) zog in ein Ausweichquartier an der Krantzstraße um. Immer wieder hoffte Vereinsvorsitzende Maria Poquett, dass das Provisorium schnell beendet werden könnte, vorübergehend liebäugelte man mit dem Umzug in einen Neubau an der Krefelder Straße. Die ganze Angelegenheit zog sich hin, weil zwischen der Stadt als Bauherr, dem Verein als Träger und der Versicherung noch keine Einigung erzielt worden ist, wer für welche Schäden aufkommt.

Doch die Stadt will nicht länger zuwarten und das Gebäude ab Bodenplatte neu hochziehen. Das Gebäude war 1996 für damals 1,9 Millionen Mark errichtet worden, eine Gebäudeversicherung besteht nach weiteren Informationen über 1,3 Millionen Euro. Am Dienstag, 12. März, steht das Thema „Ersatzbau Kindertagesstätte Talbotstraße“ auf der Tagesordnung der gemeinsamen Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses mit dem Schulausschuss.

Für VKM-Vorsitzende Poquett ist der Neubau jetzt dringend notwendig. „Von der Stimmung her ist das nicht mehr lange machbar. Auch die Anmeldezahlen gehen stark zurück.“ Die Einrichtung bietet Platz für 45 Kinder mit und ohne Behinderung vom zweiten Lebensjahr bis zur Einschulung. Nach zähen, monatelangen Verhandlungen ist dieses Ergebnis für sie zufriedenstellend, „weil die Stadt die Verantwortung auf sich genommen hat“. Allerdings müssen die städtischen Gremien dem Plan noch zustimmen, neben den Ausschüssen am 12. März auch der Planungsausschuss.

Auf deren einzuholendes Votum verweist auch Björn Gürtler vom Presseamt. Es sei allerdings richtig, dass man den Verein VKM nicht länger warten lassen und das Bauvorhaben durchziehen wolle. Zu diesem Zwecke müsse das kontaminierte vorhandene Gebäude bis auf die Bodenplatte abgerissen werden. Im Frühjahr 2014 könne man dann, sollten alle erforderlichen Entscheidungen vorliegen, mit dem Neubau beginnen, der etwa ein Jahr in Anspruch nehmen werde. Im Frühjahr oder Sommer 2015 könne die Kita dann wieder an die alte Stelle zurückkehren.

Größeres Gebäude

Die neue Kita solle dann planerisch und räumlich optimiert werden, mit neuer Aufteilung und größerer Nutzfläche. Dann könnten dort vier statt bisher drei Gruppen untergebracht werden.

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