Aachen - Kita startet neu nach der großen Flut

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Kita startet neu nach der großen Flut

Von: Heiner Hautermans
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Nathalie Weber und Stephanie S
Nathalie Weber und Stephanie Schieder freuen sich, dass ein rascher Neubeginn nach der Überschwemmung gelungen Foto: Harald Krömer

Aachen. „Das Schönste ist, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, dass ein Neubeginn gemacht werden kann.” Stephanie Schieder und Nathalie Weber vom Leitungsteam der Integrativen Kindertagesstätte an der Talbotstraße war die Erleichterung am Freitag deutlich anzumerken, als sie ihre neue Wirkungsstätte in Augenschein nahmen: das Haus Nr. 46/47 auf dem Gelände des Krantz-Centers.

Ihr altes Gebäude war beim Jahrhundertregen am Donnerstag letzter Woche dermaßen abgesoffen, dass immer noch nicht klar ist, ob es jemals wieder bezogen werden kann. In der Einrichtung werden 45 Kinder mit und ohne Behinderung vom zweiten Lebensjahr bis zur Einschulung betreut. Seit der Überschwemmung gibt es nur eine Notgruppe mit 25 Kindern im Martin-Luther-Haus.

Doch nun ist eine neue provisorische Bleibe gefunden, 400 Quadratmeter in einem leerstehenden Bürogebäude. Stephanie Schieder: „Wir richten es als ein liebevolles Provisorium ein und werden das Beste für unsere Kinder daraus machen.” Denn kurz nach der Katastrophe war völlig unklar, wo man künftig unterkommen würde und ob die 45 Kinder zusammenbleiben könnten.

Als feststand, dass man mindestens für einige Monate aus der Talbotstraße ausziehen musste, entstand bald darauf ein Kontakt zwischen Krantz und Maria Poquett, der Vorsitzenden des Trägervereins für Körper- und Mehrfachbehinderte, der letzten Endes überraschend schnell zum Erfolg führte. Einige Brandsicherheiten müssen noch geschaffen werden, mit der Grundsäuberung der neuen Räumlichkeiten wurde aber Freitagmittag schon begonnen, nachdem der Landschaftsverband Rheinland grünes Licht gegeben hatte. Maria Poquett: „Am Dienstag werden wir umziehen.”

In der Talbotstraße dominieren inzwischen Umzugskisten das Bild. Am Montag wird das Ergebnis eines chemischen Gutachtens vorliegen, das ausschlaggebend dafür ist, ob die Holzmöbel gereinigt und desinfiziert werden können oder ebenfalls auf den Müll wandern müssen wie die Regale und alle Matratzen oder Kissen sowie sonstigen Textilien, die in zwei großen Containern schon weggeschafft wurden.

Klar ist für für die Vereinsvorsitzende, dass das Hochwasser im Innern der Kita durch die Syphons der Waschräume hochgedrückt worden ist, weil sich der mit Fäkalien durchsetzte Schlamm nur im Innern befunden habe: „Das Wasser ist eindeutig duch die Kanalisation gekommen.” Noch einige Zeit wird es dauern, bis die Gesamthöhe des Schadens feststeht. Erst müssen im Estrich Bohrungen vorgenommen werden, um festzustellen, wie hoch die Bodenplatte belastet ist. Die Feuchtigkeit in den Gebäude ist dermaßen hoch, das sich auch auf nicht durchnässten Sachen wie den Akten im Büro Schimmel bildet: „Das muss schleunigst alles raus.”
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