Kita Kranzstraße: Gute Erfahrungen mit Projekt „Griffbereit“

Von: mas
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Ulrike Noack (VKM, r.) freut sich mit den Kindern und den Mitarbeiterinnen über die Unterstützung des Lions Clubs Aachen Aquisgrana für die Kita Krantzstraße. Foto: Harald Krömer

Aachen. Den Eltern den Druck nehmen und den Kindern aus Zuwandererfamilien den Zugang zur Kita erleichtern: Das ist das Ziel des Projektes „Griffbereit“, das bundesweit in 250 Gruppen angeboten wird.

In der Integrativen Tageseinrichtung des VKM an der Krantzstraße hat man damit die besten Erfahrungen gemacht. Kinder zwischen ein und drei Jahren spielen und singen dort gemeinsam mit ihren Eltern und zwei Begleiterinnen. Gesprochen wird Deutsch, aber auch die Herkunftssprache der teilnehmenden Mütter: in diesem Fall Türkisch. Darüber hinaus steht das Material der gemeinsamen Stunden in zehn Sprachen zur Verfügung. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Kindern gemacht“, sagt Züleyha Bakinci, die die Gruppe betreut. Ihre Kollegin Pavla Kaminski übernimmt den deutschen Part.

„Dieses Angebot ist sehr wichtig, um schon früh die Chancen der Kinder zu verbessern“, meint Eveline Kruse vom Kommunalen Integrationszentrum Aachen. Seit 2013 agiert das in der Nadelfabrik am Reichsweg.

Zu seinen Aufgaben gehört es, die Chancen von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien zu verbessern. „Griffbereit“ ist eins der Projekte, die in diesem Sinne ins Leben gerufen wurden. Laut Kruse fehlt aber das Geld, um es flächendeckend in allen Kitas einzusetzen. Umso dankbarer ist sie für die Unterstützung des Lions Clubs Aachen Aquisgrana, der mit dem Männerchor Capella a capella ein Benefizkonzert organisiert, dessen Erlös dem Projekt zugute kommen soll.

Dann kann auch die Integrative Tageseinrichtung des VKM mit einem neuen Kurs an den Start gehen. 14 Familien haben ihr Interesse bereits bekundet. „Das sind so viele wie nie zuvor“, meint Ulrike Noack, eine der Leiterinnen der Einrichtung. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass der Zugang zu den Müttern über den Kurs erleichtert wird. Denn die sprächen meist nur wenig Deutsch und hätten oft nicht das Selbstbewusstsein, mit den Erzieherinnen ins Gespräch zu kommen. In dem bilingualen Kurs verbessern auch sie ihre Deutschkenntnisse und da sie so ganz nebenbei die Kita kennenlernen, wird die Hemmschwelle, auch Probleme anzusprechen, niedriger. Außerdem erfahren die Mütter, wie sie ihre Kinder in der allgemeinen und in der sprachlichen Entwicklung fördern können.

„Mit ‚Griffbereit‘ und dem darauf aufbauenden Projekt ‚Rucksack‘ werden die Grundlagen geschaffen“, meint Eveline Kruse. Es sei die Aufgabe der Schulen, daran anzuknüpfen. Der Lions Club Aachen Aquisgrana unterstützt das Projekt gern. Mit dem Erlös aus dem Benefizkonzert am 24. Oktober um 19.30 Uhr im Theater Aachen können dann in weiteren Kitas solche Angebote gemacht werden. Karten für das Benefizkonzert gibt es unter anderem im Mediastore des Zeitungsverlags, Großkölnstraße.

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