Kita bis 16 Uhr: Nicht allen Eltern reicht das

Von: Daniel Gerhards
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Aachen. Will man Familie und Beruf vereinen, braucht man eine Kindertagesstätte, die flexibel ist.

Denn im modernen Berufsleben sind die Mütter und Väter allzu oft verpflichtet, bis in den Nachmittag oder den frühen Abend zu arbeiten oder längere Anfahrten zum Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen. Nach dem Willen der Fraktionen von CDU und Grünen im Aachener Rat soll es einen runden Tisch zum Thema „Randzeitenbetreuung in Kitas” geben.

Zunächst soll die Verwaltung, so formulierten es die Parteien in einem gemeinsamen Ratsantrag, eine Übersicht über das „derzeitige Angebot in der Randzeitenbetreuung” vorlegen. Dann sollen Verwaltung, Träger, Elternvertreter und Politiker am runden Tisch Ideen und Vorschläge sammeln, wie Kinder morgens früh ab sieben Uhr und nachmittags bis 17 oder 18 betreut werden können.

„Uns geht es dabei um die Eltern. Die bekommen es oft nicht hin, ihre Kinder um 16 Uhr oder 16.30 Uhr abzuholen”, sagt Ruth Wilms (CDU), Vorsitzende im Kinder- und Jugendausschuss. Besonders für Alleinerziehende, die auf ihre Arbeitsstelle angewiesen sind, kann es problematisch sein, wenn ihre Kita nachmittags die Türen schließt.

„Viele Eltern haben uns auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Jetzt sind wir in der Bringschuld”, sagt die jugendpolitische Sprecherin der Grünen, Hilde Scheidt. Schließlich wolle man ja eine familienfreundliche Stadt.

Kein Geld vom Land

„Wenn sich das finanziell im Rahmen bewegt, können wir das auch stemmen”, ist Scheidt überzeugt. Das nordrhein-westfälische Kinderbildungsgesetz (Kibiz) sehe dafür allerdings keine Finanzierung vor. „Das darf eigentlich nicht zu Lasten der Kommunen gehen. Aber wir wollen nicht warten, bis es ein Gesetz gibt”, sagt Scheidt.

Wenn es ein Ergebnis gibt, soll das umgehend umgesetzt werden. „Wir wollen schnell eine Lösung finden. Ziel ist das nächste Kindergartenjahr”, erklärt Wilms.
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