Aachen - Kirchen rufen wieder zur Solidaritätskollekte auf

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Kirchen rufen wieder zur Solidaritätskollekte auf

Von: Martina Stöhr
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Sie rufen zur Solidaritätskollekte für Arbeitslose auf: von links Martin Obrikat (Synodalassessor der evangelischen Kirche), Alfons Bäumer (Mitglied des Katholikenrats), Anton Meyer (Vorsitzender des Katholikenrats der Region Aachen-Stadt), Gerd Mertens (Referent im Büro der Regionaldekane) und Mario Meyer (Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Seit Jahren schon setzen sich die Katholische und die Evangelische Kirche gemeinsam für die Arbeitslosen in der Region ein. „Dass wir unsere Arbeit Jahr für Jahr immer wieder vorstellen müssen, gereicht uns nicht zum Ruhme”, mein Anton Mayer, Vorsitzender des Katholikenrats der Region Aachen-Stadt.

Und weist damit darauf hin, dass das Problem der Langzeitarbeitslosen und der Jugendarbeitslosigkeit vor allem auch politisch nach wie vor ungelöst ist.

Kollekte am 1. und 2. Mai

Deshalb sehen sich die Kirchen weiterhin in der Pflicht. „Für uns als Christen ist es selbstverständlich, Solidarität zu zeigen”, sagt etwa Alfons Bäumer, Mitglied des Sprecherteams des Katholikenrats der Region Aachen-Stadt. Und ruft gemeinsam mit seinen Mitstreitern für den 1. und 2. Mai zu einer Solidaritätskollekte in den Gottesdiensten auf. Darüber hinaus werden die Verantwortlichen der Aktion um Aufträge für die Dienstleistungsbetriebe, in denen Arbeitslose beschäftigt und qualifiziert werden.

Etwa eine Million Euro investiert das Bistum jährlich in die Arbeit mit arbeitslosen Menschen, so Gerd Mertens, Referent im Aachener Büro der Regionaldekane. Aber das Geld reiche bei weitem nicht aus, Finanzierungslücken müssten durch Spenden geschlossen werden. 18500 Euro kamen im vergangenen Jahr bei der Solidaritätskollekte zusammen, in diesem Jahr wollen die Verantwortlichen 20000 Euro erreichen.

Das Geld fließt in die etwa 30 kirchlichen Projekte der Städteregion Aachen, bei denen es in erster Linie um Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung geht. „Das Spektrum ist breit”, meint Gerd Mertens und reiche von den Mobilen Sozialen Diensten über Sozialkaufhäuser bis hin zu Beratungsangeboten.

Gerade der Beratung kommt laut Alfons Bäumer eine ganz besondere Bedeutung zu, und die Nachfrage sei enorm. „Arbeitslos sein bedeutet ausgeschlossen sein”, sagt er und fügt hinzu: „Arbeitslosigkeit macht arm, einsam und sprachlos.” Doch jeder Arbeitslose habe ein Recht auf eine Lebensperspektive und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Da viele Menschen aber gar nicht in der Lage seien, auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Arbeitsplatz zu finden, sei ein öffentlich geförderter Arbeitsmarkt unbedingt erforderlich, meint Mertens. Darin seien sich die Katholische und Evangelische Kirche einig. Mit ihrer gemeinsamen Aktion fordern sie ihre Gemeindemitglieder nun erneut auf, sich solidarisch zu zeigen.

Das Spendenkonto Solidarität für Arbeit: Konto 105 074 bei der Pax-Bank Aachen, BLZ 37060193.
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