Aachen - Kino im Tivoli: 10.000 Besucher und 10.000 Euro Spenden

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Kino im Tivoli: 10.000 Besucher und 10.000 Euro Spenden

Von: Martina Feldhaus
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Kooperieren vielleicht im nächsten Jahr wieder: (v.l.) Kino-Betreiber Leo Stürtz, Leinwand-Hersteller Christoph Schreiber und Markus Krieger von Alemannia Aachen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Fürs erste ist Leo Stürtz ziemlich zufrieden. Knapp 10.000 Besucher, hat der Aachener Kinobetreiber gezählt, strömten in den vergangenen zwei Wochen zum Tivoli. Nicht, um dort die trotz ihres Liga-Abschieds geliebte Alemannia Fußball spielen zu sehen.

Sondern, um Teil eines in Aachen völlig neuen Open-Air-Kinoerlebnisses zu sein. Auf einer 800-Quadratmeter großen, aufblasbaren Leinwand wurden insgesamt 14 Filme - vom Actionstreifen „Inglourious Basterds” über das Drama „Gran Torino” bis hin zur deutschen Komödie „What a man” - gezeigt.

Am Montagabend ist die letzte Vorstellung, und Initiator Stürtz zog für die „Nachrichten” schon mal Bilanz. „Die Besucherzahlen entsprechen durchaus meinen Erwartungen. Allerdings war das Wetter zwischendurch schon ziemlich mies.” So seien durch Nässe und Kälte viele Leute abgeschreckt worden, die sich an warmen Tagen spontan Karten gekauft hätten. Allerdings: „Bestimmte Filme waren immer gut besucht - unabhängig vom Wetter.” Damit meint Stürtz etwa die US-Erfolgkomödien „Hangover” und „Hangover 2”. Am besten lief aber die französische Komödie „Ziemlich beste Freunde”. Stürtz: „Die hätten wir noch viel öfter zeigen können, beide Vorstellungen waren schon lange im Vorfeld ausverkauft.” Und wer schon mal Karten hatte, nahm auch in Kauf, es sich mit dicken Pullovern und Decken auf den Ledersitzen der Business-Tribüne gemütlich zu machen.

Bunte Mischung

Ausverkaufte Vorstellung - das bedeutete, dass 1200 Filmfans den Weg zum Tivoli fanden. Der schwächste Film - „Fast & Furious Five” - kam auf gerade mal 230 Besucher. Stürtz: „Die Programmauswahl muss man für die Zukunft sicherlich noch mal überdenken.” Man habe erstmal eine bunte Mischung angeboten, um zu sehen, was beim Publikum ankommt. „Und scheinbar lacht man am Tivoli auch mal gerne”, erklärt Stürtz schmunzelnd.

Er jedenfalls kann sich gut vorstellen, das Projekt Kino im Fußballstadion im nächsten Jahr fortzusetzen. „Der Einsatz aller Beteiligten war wirklich großartig. Das hat richtig Spaß gemacht.” Damit meint Stürtz die 76 Mitglieder des Rotary-Clubs Aachen-Nordkreis sowie befreundeter Clubs, die in den letzten zwei Wochen kräftig mit angepackt haben. Jeden Tag standen sie als Kassierer, Ticketkontrolleure und Einweiser bereit. Ingesamt leisteten sie so 680 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Kinobetreiber Stürtz ist ebenfalls Nordkreis-Rotarier und hob das Tivoli-Kino gemeinsam mit seinen Mitstreitern aus der Taufe. Freilich nicht aus Eigennutz.

Der Reinerlös der diesjährigen Open-Air-Reihe geht komplett an die „Nachrichten”-Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen”. Und da können Stürtz und der Präsident der Nordkreis-Rotarier, Guido Molls vorerst nur eine grobe, aber durchaus stolze Zahl präsentieren. „ Über 10.000 Euro haben wir durch unseren ehrenamtlichen Einsatz zusammenbringen können”, freut sich Molls. Doch nicht nur die hohe Spenden-Summe macht den Club-Präsidenten glücklich. Auch hat er einen ganz neuen Zusammenhalt kennen gelernt. Molls: „Die Freundschaft innerhalb unseres und auch zu den anderen Clubs ist stark gewachsen. Die Unterstützung war einfach toll.”

Deshalb kann sich Molls eine Fortsetzung der Veranstaltung im nächsten Jahr gut vorstellen. „Das muss natürlich der gesamte Club entscheiden. Und auch andere Faktoren spielen eine Rolle.” Das weiß auch Stürtz. „Wir können noch nicht abschätzen, wie in der nächsten Saison der Spielerhythmus der Alemannia sein wird.” Deshalb will er demnächst Gespräche führen. Auch, um schon mal die Leinwand für nächsten Sommer reservieren zu können. Schließlich tourt XXL-Wand-Betreiber Christoph Schreiber durch die ganze Welt.

Die Motivation bei Stürtz, Molls und den anderen für eine - verbesserte - Fortsetzung ist jedenfalls groß. Alles weitere zeigt sich bald.
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