Kinderschutzbund soll unbedingt mit ins Boot

Von: Gerald Eimer
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Derzeit eher unansehnlich: Das ehemalige Straßenbahndepot an der Talstraße wird zu einem Stadtteilzentrum umgestaltet. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Stadt Aachen bleibt zuversichtlich, ihr Konzept für das sogenannte Kreativ-Depot an der Talstraße in der bislang geplanten Form verwirklichen zu können. Das bedeutet, dass der Kinderschutzbund als wichtiger Akteur in dem sozial-kulturellen Stadtteilzentrum in Aachen-Nord dort wohl doch spätestens 2015 sein neues Domizil finden könnte.

Wie berichtet, hat der Verein eigentlich bereits seinen Rückzug angekündigt, weil ihm die finanziellen Mittel für die Herrichtung der ihm angebotenen Räume fehlen. Zwischenzeitlich sei jedoch eine Reihe von Gesprächen geführt worden, um eine Lösung für den Kinderschutzbund zu finden, teilt Harald Beckers vom städtischen Presseamt auf Anfrage mit.

Weitere Gespräche sind auf Drängen der Kinder- und Jugendpolitiker für Anfang Januar anberaumt worden. Übereinstimmendes Ziel aller Fraktionen ist es laut Jugendpolitikerin Hilde Scheidt (Grüne), „Irritationen bei den Trägern auszuräumen“ und insbesondere auch ärmeren Verbänden wie dem Kinderschutzbund „vernünftige Konditionen“ zu bieten und den Umzug zur Tal­straße finanziell zu ermöglichen.

Viele Nutzer eingeplant

Das dortige ehemalige Straßenbahndepot soll mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ zum Stadtteilzentrum umgebaut werden, in dem Nutzer aus dem kulturell-kreativen Bereich und sozialen Einrichtungen unterkommen sollen.

Dazu zählen unter anderem das Atelierhaus Aachen, das Netzwerk Designmetropole, ein Jugendtheater, die Stadtteilbibliothek Ost, die Bleiberger Fabrik, die Offene Tür Talstraße, die Jugendberufshilfe und ein von der Vineyard-Gemeinde betriebenes gemeinnütziges Café. Fester Bestandteil des Projekts war stets auch der Kinderschutzbund, dem es im Kirberichshofer Weg ohnehin zu eng wird. „Er soll dabei sein“, betonen Politik und Verwaltung einhellig.

Eine komplette Etage ist bislang für den Verband im Vorderhaus reserviert. Eine aktuelle Stellungnahme des Kinderschutzbunds war bislang nicht zu erhalten.

Knapp zehn Millionen Euro sind für den Umbau des alten Depots veranschlagt. Der Umbau beginnt voraussichtlich im August nächsten Jahres und soll spätestens Ende 2015 abgeschlossen sein. Die Offene Tür, wichtige Anlaufstelle für die Jugendlichen im Viertel, soll während der Umbauphase in Containern untergebracht werden.

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