„Kinder wollen wissen“: Wie wird der Strom durchs Kabel geleitet?

Von: Lena Feuser
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Experimentieren und beobachten: Die Zweitklässler der GGS Richterich haben geforscht und dabei einiges über die Naturgesetze erfahren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Welche Materialien leiten Strom? Wie breitet sich Schall aus? Diesen und noch vielen anderen Fragen sind die Schülerinnen und Schüler der der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Richterich auf den Grund gegangen.

Im vergangenen Schuljahr wurde geforscht, experimentiert, beobachtet und diskutiert. Ihre Forschungsergebnisse haben die Kinder im Alter von sieben und acht Jahren nun in einer Abschlusspräsentation erklärt und vorgeführt.

Im Rahmen der Initiative „Kinder wollen wissen“ konnten die jungen Forscher über ihre Neugier und ihr Interesse an Fragen aus Natur, Technik und Umwelt Lernerfahrungen machen und ihr Selbstvertrauen aufbauen. „Die Kinder sollen ihre Scheu vor Fächern wie Chemie und Physik verlieren und lernen, dass auch schon mal etwas schief gehen darf. Das ist ja der Sinn von Experimenten!“, betont Schulleiter Jörg Funk.

Bereits seit 2011 findet der Kurs regelmäßig in der zweiten Klasse statt. In kleinen Sechsergruppen beschäftigen sich die Kinder nach dem regulären Unterricht in je drei Doppelstunden mit verschiedenen Experimenten aus den Themenbereichen Wärme, Schall und Strom. „Die Kinder sollen durch kleine Spiele selber erleben, wie sich zum Beispiel Schall ausbreitet oder der Strom durch die Kabel geleitet wird“, erklärt Andrea Ewert, Kursleiterin und Gründerin der Initiative.

Zudem werden Experimente durchgeführt, die die einfachsten Naturgesetze erklären und die die Kinder zu Hause nachmachen können. Dazu werden vor allem alltägliche Erfahrungen und Fragen der Kinder behandelt, um die Neugierde zu wecken und den Spaß am Forschen zu erhalten.

Normalerweise fängt der Umgang mit naturwissenschaftlichen Themen erst auf den weiterführenden Schulen an. „Dann sind die Lust am Experimentieren und der Forscherdrang meistens schon verflogen. Jetzt in diesem Alter sind die Kinder noch mit Feuereifer dabei“, sagt Funk. Er findet es schade, dass neben den Schwerpunkten Musik und Sprache die Naturwissenschaften besonders im Alter zwischen sechs und zehn außen vor bleiben.

Forscherdrang entdecken

Gefördert wird das Projekt vom Rotary-Club Aachen-Charlemagne und dem Förderverein der GGS Richterich. „Nicht viele Schulen haben diese Offenheit und dieses Engagement“, meint Stefanie Meysen, Jugenddienstleiterin des Ro­tary-Club. „Dabei ist es wichtig, dass Kinder schon früh den eigenen Forscherdrang entdecken und junge Talente gefördert werden, damit es auch in Zukunft genug Nachwuchs in naturwissenschaftlichen Berufen gibt“.

Andrea Ewert unterstützt mit ihrem Projekt „Kinder wollen wissen“ Grundschulen und Kindertagesstätten in ganz Aachen. Schon jetzt steht fest, dass sie wegen des großen Erfolgs auch im nächsten Jahr wieder mit den Kindern forschen und experimentieren wird.

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