Aachen - Kinder- und Jugendfußball: Kein Schiedsrichter, aber jede Menge Sieger

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Kinder- und Jugendfußball: Kein Schiedsrichter, aber jede Menge Sieger

Von: Nils Heinichen
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Am Ende sind sie alle Sieger: Das Fußballturnier am Tag des Kinder- und Jugendfußballs auf der Anlage am Hander Weg in Laurensberg kommt ganz ohne Schiedsrichter aus. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Fußball sind die Schiedsrichter oft die „Buhmänner“, weil sie mit strittigen Entscheidungen ein Spiel beeinflussen können. Fairplay steht dabei nicht immer auf der Tagesordnung. Egal, ob der Ball ins Seitenaus gerollt ist, ein Spieler böse gefoult wurde oder der Linienrichter eine Abseitsposition anzeigt – fast immer gibt es Beschwerden einer Mannschaft.

Dass es aber auch mit Fairplay geht – und das sogar ganz ohne Schiedsrichter – bewies der VfJ Laurensberg zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen (Agot) am Tag des Aachener Kinder- und Jugendfußballs 2013 am Hander Weg.

14 Mannschaften haben sich auf der Sportanlage in Laurensberg eingefunden, um im „Fairplay-Modus“ gegeneinander anzutreten. „Heute geht es nicht darum, wer gewinnt. Alle sind Sieger, weil das Fairplay im Mittelpunkt stand“, erklärt Dieter Rütten, Koordinator der Agot-Liga. „Wir wollten den Fairplay-Gedanken in den Mittelpunkt rücken und zeigen, dass es auch ohne einen Schiedsrichter funktionieren kann“, ergänzt Stefan Eicker vom VfJ Laurensberg.

„Wichtig ist, dass die Jugendlichen die Verantwortung auf dem Platz haben und selbst den Spielablauf regeln. Das ist auch ein gewisses Risiko, ihnen so viel Verantwortung einzuräumen. Aber es funktioniert sehr gut“, schildert Ralf Klohr, Initiator der Idee. „Es ist schwer, immer fair zu bleiben. Normalerweise schiebt man alles dem Schiedsrichter zu, hier mussten sie es aber alleine ausdiskutieren und sich einigen“, fügt er hinzu.

Doch nicht nur die Spieler auf dem Platz sollen fair miteinander umgehen. Auch Eltern und Betreuer werden angehalten, sich stets kollegial zu verhalten. Schließlich kommt ihnen eine Vorbildfunktion zu. Zwar gibt es auch einen Turniersieger, allerdings sind sich alle darüber einig, dass das Fairplay gesiegt hat.

Aufgrund des großen Erfolges soll in Zukunft möglicherweise auch in der Agot-Liga ohne Schiedsrichter gespielt werden. „Die Kinder und Jugendlichen sind heute Vorreiter und eine Art Botschafter des Fairplay-Gedankens“, fasst Klohr den rundum gelungenen Tag zusammen.

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