Aachen - Kinder trommeln für die Kinderrechte

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Kinder trommeln für die Kinderrechte

Von: Jule Klieser
Letzte Aktualisierung:
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Gemeinsame Aktion gegen ausbeuterische Kinderarbeit: Für seine Veranstaltungsreihe hat das Kinderhilfswerk Unicef engagierte Mitstreiter in Aachen Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Mit einer vielfältigen Veranstaltungsreihe macht das Kinderhilfswerk Unicef vom 8. bis 20. Juni auf die prekäre Situation vieler Kinder weltweit aufmerksam. Den 16. Juni hat die Aachener Arbeitsgruppe des Hilfswerks zum Aktionstag gegen ausbeuterische Kinderarbeit auserkoren (am 10. Juni ist der bundesweite Aktionstag).

Schon am Montag, 8. Juni, 11 Uhr, beginnt das Ganze mit einer Ausstellungseröffnung in der Commerzbank, Theaterstraße 21-23. Unter dem Titel „Kleine Hände - Krummer Rücken” werden bis zum 25. Juni Fotos von schuftenden Kindern gezeigt.

Die Aufnahmen stammen von Silke und Manfred Kutsch, die sich seit vielen Jahren bei Unicef für Kinder auf der ganzen Welt engagieren. Viele Länder hat das Ehepaar bereist und ist oft Zeuge bitterer Armut geworden, wie Silke Kutsch erzählte. Für die Aktionstage in der Innenstadt konnte Unicef-Sprecherin Christiane Raumanns neben der Commerzbank einige Kooperationspartner gewinnen. Mit dabei ist das Kurorchester mit einem Benefizkonzert „Von Bach bis Beatles” am 18. Juni, 20 Uhr, in den Kurparkterrassen.

Eine Benefizvorstellung des Kindermusicals „Der kleine Tag” gibt es beim Das-Da-Theater am 20. Juni, 16 Uhr, gemeinsam mit der Chor- und Theater-AG der Grundschule Driescher Hof.

Nicht nur in Ecuador arbeiten Kinder auf Plantagen. Dort ist Jochen Geradts, Leiter des Rhein-Maas-Gymnasiums, gewesen. „Kinder sind billige Arbeitskräfte. Konzerne wie Dole ziehen das Geld aus dem Land und lassen keinen Dollar zurückfließen”, prangert er an. „Grundsätzlich sollte ein bisschen Solidarität herrschen in der Welt”, meint er. Weil die Schule sich auch sozialen Themen öffnen möchte, konnte das Kollegium die Schüler motivieren, bei den Aktionen mitzumachen.

Die Trommlergruppe des Gymnasiums wird am 16. Juni auf dem Markt für Kinderrechte trommeln. Außerdem werden Schüler Steine schleppen, um Kinderarbeit in den Steinbrüchen ferner Länder auch hier sichtbar zu machen. Mitglieder der Aachener Unicef-Arbeitsgruppe möchten darüber mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

„Die Zahlen sind unvorstellbar”, sagte Christiane Raumanns. 158 Millionen Kinder weltweit verdingen sich für Geld. Sie arbeiten auf Müllkippen, in der Baumwollindustrie, auf dem Feld oder in der Prostitution. Wirtschaftliche Not ist meist die Ursache. Oder die Kinder sind Waisen, weil die Eltern an Aids gestorben sind.
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