Aachen - Kinder im Blick, wenn die Eltern sich trennen

Kinder im Blick, wenn die Eltern sich trennen

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ob Gespräche mit der ganzen Familie, den Eltern, Vater oder Mutter oder einer eigenen Beratung für das Kind – die Evangelische Beratungsstelle bietet für alle Zielgruppen die passende Unterstützung an.

Im Lebenszyklus einer Familie tauchen immer wieder Wegkreuzungen auf, an denen wichtige Entscheidungen über die weitere Richtung für einzelne Mitglieder oder die ganze Familie getroffen werden müssen. „Wir bieten Erziehungs- und Familienberatung. Der Bedarf an Paar- und Trennungsberatung ist momentan groß“, sagt der Leiter der Beratungsstelle, Rolf Schäfer.

Seit 15 Jahren besteht die Trennungs-Scheidungs-Gruppe für Mädchen und Jungen im Grundschulalter, deren Eltern in Trennung leben oder bereits geschieden sind. „Wir starten im Herbst mit der 15. Gruppe. Den Kindern tut das sehr gut, mit Gleichaltrigen in einer ähnlichen Lebenssituation zusammen zu sein“, sagt Renate Schlesinger-Bendt, die das Angebot gemeinsam mit Albert Gerke betreut.

Am 25. September startet die neue Gruppe mit einer Schnupperstunde, danach finden zwölf Nachmittagstreffen statt. Ein Nachgespräch sowie zwei Elternabende gehören dazu. „Die Kinder sollten zwischen sieben und zehn Jahren alt sein, und die Trennung der Eltern kann auch schon länger zurückliegen. So entsteht ein Erfahrungsaustausch untereinander“, sagt Schlesinger-Bendt.

Heilpädagogin Andrea Steinmann ist für den Bereich Erziehungsberatung verantwortlich, berät Eltern, die unsicher sind im Umgang mit ihren Kindern. Auch außerhalb der Familie können Kinder und Jugendliche in Schwierigkeiten geraten, die eine Hilfestellung nötig machen.

„Kinder im Blick“ heißt das neue Training für Eltern in Trennung. Das Angebot hat sich seit dem vergangenen Jahr zu einem großen Erfolg entwickelt. Am 30. April sowie nach den Sommerferien starten neue Kurse mit jeweils sechs Sitzungen.

Gefühlsachterbahn

„Ideal ist, wenn Vater und Mutter in getrennten Kursen teilnehmen“, betont die Kursleiterin Dorothee von Eckardstein. Die Situation sei für die Eltern sensibel, sie würden sich in einer Gefühlsachterbahn befinden.

„Bislang nehmen hauptsächlich Mütter teil. Es wäre schön, wenn die Gruppen noch mehr gemischt wären“, wünscht sich von Eckardstein, die gemeinsam mit Kollegin Birgit Seifarth die Teilnehmer betreut.

„Wir unterstützen das Gespräch mit visuellen Hilfsmitteln und einem Pausenknopf, versuchen die Eltern zu stabilisieren“, erklärt von Eckardstein. „Die Trennung ist für jeden ein hochemotionaler Akt, bei dem sie nicht mehr kopfgesteuert sind“, erklärt Schäfer. Wertschätzung sei wichtig, um den Übergang in den neuen Lebensabschnitt gut zu bewältigen.

Informationen und Anmeldung zu allen Angeboten bei Sekretärin Gabriele Middelhof in der Evangelischen Beratungsstelle, Frère-Roger-Straße 6, Telefon 0241/32047.

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