Aachen - „Kibiz” ist für viele Eltern immer noch ein Aufregerthema

„Kibiz” ist für viele Eltern immer noch ein Aufregerthema

Von: mg
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Sie gehören zum Sprecherteam des Stadtkitaelternrats: Angelique Caria (links) mit Tochter Anouk und Ines Hiller. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Gemeinsam geht vieles leichter: 58 Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft gibt es in Aachen. Die Elternvertretungen dieser 58 Kitas haben seit fast zwei Jahren eine Dachorganisation. Sie trägt den etwas sperrigen Namen „Stadtkitaelternrat”.

Der „Stadtkitaelternrat” versteht sich als Interessenvertretung aller Kindergartenkinder und deren Eltern in den städtischen Einrichtungen, als Sprachrohr der Eltern gegenüber dem Jugendamt, aber auch als Ansprechpartner für das Jugendamt bei Themen, die die städtischen Kindertagesstätten betreffen. „Unser Ziel ist eine Vernetzung der Eltern”, sagt Angelique Caria, eine der fünf Sprecherinnen und Sprecher des Gremiums. „Man hat ja sonst so wenig Kontakt untereinander.”

Neben dem Stadtkitaelternrat gibt es in Aachen übrigens auch den „Stadtelternrat” (SER). Er versteht sich „als Netzwerk und Interessenvertretung aller Eltern, die Kinder in Kindertagesstätten, Kindergärten, Horten oder sonstigen Betreuungseinrichtungen haben”.

Beide Gremien entstanden in der Zeit der heißen Diskussionen vor der Einführung des umstrittenen Kinderbildungsgesetzes (Kibiz). Und das Kibiz treibt die Eltern immer noch um, berichtet Angelique Caria. „Das ist immer noch ein dickes Thema.” Eltern klagen etwa über die Buchungszeiten, die sie als unflexibel empfinden. „Gerade in dieser Lebensphase ändert sich die Lebensumstände der Familien doch so schnell. Aber die Stundenkontingente muss man für ein Jahr festlegen.”

Auch mit der Personalausstattung in den Kitas, die das Kibiz jetzt festlegt, seien die Eltern häufig nicht zufrieden, berichten Caria und ihre Sprecherkollegin Ines Hiller. Dabei werden in den Einrichtungen immer mehr Kleinkinder betreut. „Und die brauchen sehr viel Zuwendung.”

Streiks drohen

Im öffentlichen Dienst drohen jetzt wieder Streiks. Das bereitet den Kita-Eltern auch Sorge. Den massiven Streik der Erzieherinnen im vergangenen Jahr haben sie noch gut in Erinnerung. „Streik ist ein legales Mittel, und wir haben Verständnis für die Anliegen der Erzieherinnen”, sagt Ines Hiller. „Aber die Kinder leiden unter dem Streik. Man kann ein Kind nicht einfach morgens in eine Notgruppe stecken.” Diese Überlegungen haben die Elternvertreter letzte Woche auch Vertretern der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vorgetragen.
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