Aachen - „Kettenix” mit viel Joghurt in Pension

„Kettenix” mit viel Joghurt in Pension

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Auf Wiedersehen: Die Kinder und Eltern der Grundschule Vaalserquartier bereiteten der langjährigen Leiterin Ute Ketteniß (Mitte) einen wunderschönen Abschied in den Ruhestand. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Ute Ketteniß ist eine streitbare Frau”, sagte Alexandra Lünskens, die Vorsitzende der Schulpflegschaft der Gemeinschaftsgrundschule Vaalserquartier. Ex-OB Jürgen Linden konnte das nur bestätigen: „Sie war nicht nur in Köln und Düsseldorf gefürchtet, sondern auch in der Stadtverwaltung”, sagte er schmunzelnd, als die langjährige Schulleiterin jetzt in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Kollegium und Schüler hatten sich ein Programm ausgedacht, das von viel Humor und Witz geprägt war. So wurde die langjährige Schulleiterin als „tapfere Kriegerin” beschrieben und in Anlehnung an Asterix und Obelix kurzerhand in „Kettenix” umgetauft. Ihre Schule zu besuchen sei so belebend und stärkend wie in einen Kessel mit einem Wundertrank zu fallen, so die Pflegschaftsvorsitzende.

Wärme und Herzlichkeit

Ketteniß sei zweifelsohne die gute Seele und der streitbare Kopf der Schule gewesen - die ist laut Linden eine der besten in Aachen und das habe viel mit Ute Ketteniß zu tun. Sie habe stets mit Elan und Schwung gekämpft. „Schule hat eine große Bedeutung”, fuhr Linden fort, und man müsse den Lehrern viel häufiger danken für das, was sie leisteten.

Als wirklichen Dank mag Ute Ketteniß die Wärme und Herzlichkeit empfunden haben, die ihr während der Abschiedsfeier entgegengebracht wurden. Und sie ließ sich nicht lange bitten, als sie aufgefordert wurde, sich an dem Programm der Kinder zu beteiligen. Ob beim Ritt auf dem Esel oder beim Ringelreihen: Sie zeigte Humor und war für jeden Spaß zu haben. Das Geheimnis ihrer Fitness und Energie liege in den Unmengen von Joghurt, die sie vertilge, erfuhren dann die Gäste. Damit sie darauf auch in Zukunft nicht verzichten muss, erhielt sie gleich einen ganzen Eimer mit auf den Weg.

„Ein Herz für Frau Ketteniß”, so lautete das Motto der Abschiedsfeier. Und dass vor allem die Schüler ein Herz für ihre Schulleiterin haben, wurde deutlich, als Emilia Stegemann als Vertreterin der Eltern der Offenen Ganztagsschule erzählte, welche Sorgen sich die Kinder um die Zukunft ihrer Schulleiterin machen. Wer sie tröste, wenn sie traurig sei, weil sie nicht mehr zur Schule gehen könne, wollten die Kinder wissen, und wovon sie in Zukunft leben werde. Ihre Sorgen ließen sich schnell zerstreuen, und schließlich zeigte sich auch Ute Ketteniß bester Laune und gab damit wenig Anlass zur Besorgnis. „Hier war ich der King, hier war ich der Star”, trällerte sie zum Abschied ins Mikrofon.

Ohne einen letzten Hinweis auf ein Projekt, das ihr noch immer am Herzen liegt, wollte sie die Bühne nicht verlassen. Unter dem Motto „Jedem Kind ein Instrument” sollen die Kinder in Vaalserquartier vor allem auch musikalisch gefördert werden. Mit Hilfe des Rotary Clubs Aachen konnte die Schule jedem Erstklässler eine Blockflöte zur Verfügung stellen. Und um die Schule noch besser mit Instrumenten auszustatten, gab es vom Rotary Club zur Verabschiedung gleich noch drei Gitarren und eine Querflöte dazu.

Anfahrt verpasst

Schade nur, dass die meisten Gäste die angekündigte Anfahrt der Schulleiterin in der Kutsche verpassten: Die war nämlich weitaus früher eingetroffen als geplant.
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