Kennedyschule: Erst Umbau, dann Umzug

Von: Margot Gasper
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Derzeit lernt hier niemand. Im Sommer 2014 soll die Primar-Förderschule aus Walheim an die Elsassstraße ziehen. Vorher muss allerdings umfangreich umgebaut werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Städtische Primar-Förderschule – Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung – bekommt im nächsten Sommer ein neues Zuhause. Die Förderschule, die seit 1995 am Kirchberg in Walheim arbeitet, zieht in den großen Ferien in das seit dem letzten Sommer leerstehende Schulgebäude am Kennedypark. Vorher muss die Stadt allerdings eine ordentliche Summe in die Hand nehmen.

Nach ersten Erhebungen des Gebäudemanagements sind die Kosten für die notwendigen Umbauarbeiten auf rund 225.000 Euro veranschlagt. Diese Summe ist bisher lediglich vorsichtig geschätzt, da noch keine detaillierte Planung vorliegt. Die Kosten könnten nach Angaben des Gebäudemanagements um bis zu 40 Prozent sinken – oder aber steigen.

Der Schulausschuss beauftragte die Verwaltung am Donnerstag einstimmig mit der Ausführungsplanung und der konkreten Kostenermittlung. Geschluckt habe man angesichts der Zahlen aber schon, gestand Ulla Griepentrog von den Grünen. Bei einem Ortstermin hatten sich die Schulpolitiker deshalb in den jetzigen Räumen in Walheim erklären lassen, warum die Förderschule ein ausgeklügeltes und damit kostenträchtiges Raumkonzept braucht.

Kinder mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, so erläutert Schulleiter Thomas Weinen auch im „Nachrichten“-Gespräch, brauchen nicht nur feste und verlässliche Bezugspersonen im Schulalltag. Die Kinder brauchen auch kleine, überschaubare Einheiten und Strukturen mit klaren Regeln.

„Ideale Lernumgebung“

„Unsere Kinder sind sehr empfindlich, was Veränderung angeht“, sagt Weinen, „deshalb ist in unserem Klassenraumkonzept sogar jede Funktionsecke sehr genau geplant.“ Jede Klasse der Förderschule brauche zum Beispiel auch einen Ruheraum. Auch dafür muss umgebaut werden. Nach eher beengten und häufig provisorischen Lösungen in Walheim habe man nun am Kennedypark die Chance, den Kindern eine „ideale Lernumgebung“ zu bieten, freut sich Weinen.

Die Einheiten im künftigen Schulgebäude sollen inhaltlich klar gegliedert sein: eine Etage für den Unterricht, eine Etage für die Offene Ganztagsschule und eine Etage für die heilpädagogische Tagesgruppe, die die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Brand an der Schule gestaltet.

Das Raumkonzept werde dem „hohen Bedarf an Differenzierung“ gerecht, stellte die Verwaltung fest, und dem schlossen sich die Schulpolitiker an. Die beträchtlichen Kosten sollen wahrscheinlich auf zwei Haushaltsjahre verteilt werden. Auch soll geprüft werden, ob vorhandene Fachräume der Kennedyschule vielleicht von benachbarten Schulen oder außerschulischen Trägern genutzt werden können.

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