Kennedypark: Appell für eine stationäre Bühne

Von: Georg Dünnwald
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Eva Vleek, Nassim Navvabi, Helmut Reuling und Richard Okon (v.l.) setzen sich für eine stationäre Bühne im Kennedypark ein. Sitzreihen aus Stein - ähnlich einem Amphitheater, sind schon vorhanden. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Eine stationäre Bühne ist aus unserer Sicht die sinnvollste Möglichkeit”, reagieren Mitglieder der Stadtteilkonferenz Ostviertel und des Arbeitskreises auf die Diskussion über die geplante Bühne im Kennedypark. Sie fordern, dass der Kennedypark kultureller Mittelpunkt des Ostviertels werden soll.

Mehrere Jahre haben die Mitglieder des Arbeitskreises Kennedypark überlegt und geplant, im Sommer vergangenen Jahres wurde mit großem Bahnhof das Ergebnis vorgestellt: Der 1966 auf dem Areal der ehemaligen „gelben Kaserne” angelegte Park, der im vergangenen Jahr für rund eine Million Euro mit neuen Spielstätten und einer Skateranlage umgestaltet wurde, sollte mit einer Bühne getoppt werden. Auch ein zusammenfaltbares Dach gehörte zum Entwurf. Die Bühne sollte 147.000 Euro kosten.

Mobile Bühne billiger?

In der Folgezeit wurden die Diskussionen über die vom Rat beschlossene Anschaffung dieser Bühne, die von einer RWTH-Studentin entwickelt wurde, immer heftiger. Ein Burtscheider Bürger bemängelte im Bürger- und Beschwerdeausschuss den Ratsbeschluss als viel zu teuer und schlug vor, eine mobile Bühne zu einem wesentlich niedrigeren Preis zu kaufen.

In der Märzsitzung des Planungsausschusses beschlossen die Politiker daraufhin, dass die Verwaltung das Projekt Bühne noch einmal ausschreiben sollte, um günstigere Angebote zu bekommen.

Gegen eine preiswertere Lösung haben auch Helmut Reuling, Nassim Navvabi, Eva Vleek und Richard Okon nichts einzuwenden. Die Vier arbeiten im Arbeitskreis Kennedypark und der Stadtteilkonferenz mit. Sie kämpfen für einen besseren Ruf des Viertels, „das zu lange schlechtgemacht wurde”, so Reuling. Zu einem besseren Ruf gehöre auch, nicht nur kulturelle Ereignisse ins Quartier zu holen. Auch für eigene Projekte, die von Schülern und Jugendlichen, Senioren und Einwanderervereinen getragen würden, müsse Raum sein. Und der praktische Hintergrund müsse da sein, wie beispielsweise die Bühne.

Eine mobile Bühne lehnen die engagierten Ostviertel-Bürger ab. „Die auf- und abzubauen, da wären viele einfach überfordert.” Kurzfristige, spontane Bühnenaktionen seien kaum möglich, da den meisten Gruppen und Akteuren der Aufwand zu groß sei und auch das technische Wissen fehle. Reuling: „Der Auf- und Abbau und der Transport der Bühne würde einfach die Kapazitäten der Leute sprengen.” Richard Okon erzählt von den Nutzern des Tonstudios im Josefshaus. „Die wollen nicht nur ihr Lied produzieren sondern auch öffentlich aufführen.” Bedarf für eine Bühne sei also da.

Wenn eine Bühne vorhanden sei, würde sich auch das kulturelle Leben darauf entwickeln. Ein Organisationsteam, das schnell zusammengestellt sei, könne verschiedene Veranstaltungen koordinieren. „Wir sollten uns eine Filmreihe Filme im Kennedypark´ überlegen, so wie die Reihe Ungewöhnliche Filme an ungewöhnlichen Orten´”, regt Reuling an.

Nächsten Donnerstag im Planungsausschuss

Am nächsten Donnerstag, 30. April, berät der Planungsausschuss erneut über die Anschaffung einer Bühne für den Kennedypark. Die CDU hat den Antrag gestellt, eine mobile Bühne anzuschaffen.

In der Vorlage für die Politiker beziffert die Verwaltung die Kosten für eine stationäre Bühne auf etwa 147.000 Euro. Die größte mobile Bühne würde 74.000 Euro kosten, sei allerdings um ein Viertel kleiner. Zudem kämen Kosten für die Lagerung und den jeweiligen Aufbau hinzu. Zwischen 30 und 70 Euro koste das benötigte Personal je Stunde. In der Stadt Herzogenrath, die über eine mobile Bühne verfügt, arbeiteten fünf Personen drei Stunden lang am Aufbau der mobilen Bühne.
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