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Kellerbrand fordert fünf Verletzte

Von: gei
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Durch einen Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Jülicher Straße sind am frühen Mittwochmorgen fünf Menschen verletzt worden. Sie mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Das Feuer weckt unschöne Erinnerungen an eine Brandserie, die im vergangenen Jahr Angst und Schrecken in der Stadt verbreitet hat.

Der Alarm ging gegen 4 Uhr bei der Feuerwehr ein, die mit insgesamt drei Löschzügen, drei Rettungswagen und einem Notarzt ausrückte. Beim Eintreffen der Löschmannschaften war nach Angaben von Einsatzleiterin Edda Jäckle der Treppenraum des fünfgeschossigen Hauses unweit der Krantzstraße bereits völlig verraucht. Insgesamt zehn Bewohner mussten aus den oberen Geschossen über die Hubrettungsbühne gerettet werden.

Das Feuer im Keller konnte innerhalb einer Dreiviertelstunde gelöscht werden, anschließend begannen die Nachlöscharbeiten. Die Hausbewohner wurden während des Einsatzes in einem Aseag-Bus betreut, fünf Menschen wurden noch vor Ort behandelt und später in ein Krankenhaus gebracht.

Die Kripo hat im Laufe des gestrigen Tages die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor. Gleichwohl hatten alle Ermittler die Ereignisse des vergangenen Jahres im Hinterkopf, als eine Serie von Kellerbränden für erhebliche Unruhe sorgte. Zurückzuführen waren sie auf Brandstiftung, wobei der Täter zu nächtlicher Stunde durch die Straßen zog und offenbar wahllos an Türen in Mehrfamilienhäusern rüttelte. Waren sie unverschlossen, drang er in den Keller vor und zündete Unrat und abgestellte Möbel an.

Die intensiven Ermittlungen konnten laut Polizeisprecher Paul Kemen später zur Festnahme eine psychisch verwirrten Mannes führen, dem vier Brandstiftungen nachgewiesen werden konnten. Die Polizei geht davon aus, dass er für weitere Taten verantwortlich ist, bewiesen werden konnten sie jedoch nicht. Der Mann ist in einer geschlossenen Anstalt untergebracht worden.

Ob nun erneut ein Brandstifter unterwegs war, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Unterdessen ist bereits klar, dass das Feuer in dem Mehrfamilienhaus an der Von-Coels-Straße auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Laut Kemen konnten die Ermittler dort keine Hinweise auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung finden.

Wie berichtet, ist durch den Brand am Dienstag Abend in Eilendorf ebenfalls ein Mehrfamilienhaus komplett verraucht worden. Eine Wohnung im ersten Obergeschoss ist ausgebrannt.
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