Aachen - Kehrtwende: Linke will nur eine Überhangklasse

Kehrtwende: Linke will nur eine Überhangklasse

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Als einzige Grundschule darf wahrscheinlich die KGS Birkstraße in Eilendorf eine zusätzliche Eingangsklasse einrichten. Foto: Harald Krömer

Aachen. Am Mittwoch berät der Stadtrat über die Überhangklassen an den Grundschulen. Kurz vorher hat die Linksfraktion eine einigermaßen spektakuläre Kehrtwende hingelegt. Für vier der betroffenen Grundschulen zogen die Linken am Dienstag ihre Forderung nach Einrichtung von Überhangklassen zurück.

Aufrecht erhalten wollen sie nur die Forderung, an der Katholischen Grundschule Birkstraße in Eilendorf eine zusätzliche Klasse zu ermöglichen.

Der überraschende Kurswechsel wird sich massiv auf das Abstimmungsergebnis im Stadtrat auswirken. Für die Grundschulen Am Höfling, Vaalserquartier, Gut Kullen und Passstraße ist nun die Chance dahin, die beantragten Überhangklassen doch noch genehmigt zu bekommen. Denn gemeinsam mit der Linken verfügen SPD und Grüne im Rat über eine Mehrheit, die eine Ablehnung der vier zusätzlichen Klassen ermöglicht.

Unterdessen zeichnet sich in Sachen Birkstraße auch ein Einlenken von SPD und Grünen ab. Die SPD bleibe zwar grundsätzlich auf Kurs, erklärte deren schulpolitischer Sprecher Claus Haase am Dienstag.

Im Fall Birkstraße sei die SPD aber zu Zugeständnissen bereit, „aus den bekannten konfessionellen Gründen”, so Haase. Der große Andrang an der KGS Birkstraße hatte dazu geführt, dass nicht-katholische Kinder abgewiesen werden mussten, die Nahbereich der Schule wohnen.

Die Grundschule Birkstraße ist laut SPD zudem die einzige der fünf Grundschulen, die eine zusätzliche Eingangsklasse unterbringen könnte, ohne dafür anderweitig genutzte Räume, etwa der Offenen Ganztagsschule, nutzen zu müssen.

Für die Grünen erklärte Schulexpertin Karin Schmitt-Promny, grundsätzlich bleibe man zwar bei der festgelegten Linie - also keine Überhangklassen. „Bei der Versorgung der Kinder, die im Nahbereich einer Schule wohnen, schauen wir aber noch einmal hin”, so Schmitt-Promny mit Blick auf die Birkstraße. „Hier brauchen wir noch genaue Informationen aus der Verwaltung.”
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