Aachen - Kaum Gedränge auf der Zielgeraden

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Kaum Gedränge auf der Zielgeraden

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Kein Andrang, aber auch keine gähnende Leere: Die Zahl derer, die am Samstag noch Weihnachtseinkäufe in der Aachener Innenstadt erledigt, blieb vergleichsweise gering.

Aachen. So nett die Schneekrönchen sich hoch droben auf Baumwipfeln und Dachschindeln auch machen mögen - was davon am Samstagmittag auf dem Pflaster übrig ist, ist optisch keine Bereicherung. Und außerdem nicht vollkommen ungefährlich, weswegen man am besten so damit verfährt, wie auf dem Katschhof ein Maroniverkäufer.

Der nämlich macht der graubraunen Pampe kurzerhand mit dem Propangasbrenner den Garaus. Dabei muss niemand befürchten, sich die Füße zu verbrennen. Denn das Geschiebe und Gedrängel, das am letzten Samstag vor Heiligabend in der Innenstadt in aller Regel herrscht, bleibt weitestgehend aus.

Haben die Aachener die Weihnachtseinkäufe frühzeitig erledigt? Oder ist der endgültige Wintereinbruch Schuld? Oder geht doch das Krisengespenst um?

Die Meinungen darüber gehen auseinander. „Die Wirtschaftskrise sitzt uns in den Gliedern”, lautet geradeheraus die Antwort von Eda Möller-Kruse. Wobei nicht ganz klar ist, ob die Inhaberin des Schokoladengeschäfts Choco & Co in der Pontstraße mit „uns” nur sich selbst und ihre Mitarbeiter meint, oder doch vom Einzelhandel im Allgemeinen spricht.

Manfred Piana, Geschäftsführer vom Einzelhandelsverband sowie vom Märkte- und Aktionskreis City (MAC), drückt sich am Sonntag auf Anfrage der „Nachrichten” vorsichtiger aus: Nach verhaltenem Beginn hätten Einzelhandel wie auch Weihnachtsmarkt „kräftig angezogen”.

Drei Viertel der Ladeninhaber seien laut Umfrage zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. Man sei wohl mit einem blauen Auge davon gekommen.

Daunendecken gefragt

Am Samstag hätten insbesondere die Händler, deren Sortiment sich mit dem Wintereinbruch deckt, auf Anhieb gute Geschäfte gemacht. „Wintersport, Textilhandel, Daunendecken: Es ist immer stärker festzustellen, dass bedarfsorientiert gekauft wird”, weiß Piana. Ansonsten seien „Geschenkklassiker” - Düfte, Kosmetik, Bücher, Technik - angesagt gewesen wie eh und je. Große Hoffnungen würden nun mit den verbleibenden Verkaufstagen einher gehen.

Dass der vergangene Samstag jedoch ungewöhnlich ruhig verlief, deckt sich auch mit seinen Eindrücken: „Ein Riesenandrang ist nicht gewesen. Das lag aber mit daran, dass gezielt eingekauft wurde.”
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