Katechetisches Institut im Bistum Aachen gibt zwei Bücher zur Heiligtumsfahrt heraus

Von: Georg Dünnwald
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Sie sind Theologen und Dozenten am Katechetischen Institut des Bistums Aachen: Maria Cremers, Johannes Gather, Rainer Oberthür und Jean-Pierre Sterck-Degueldre (vorne, v.l.) haben ein Reisebuch und Arbeitsmaterielen zu den Heilgtumsfahrten geschrieben. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Nicht nur Kaiser Karls 1200. Todestag wird im Bistum Aachen nächstes Jahr würdig begangen, auch die alle sieben Jahre stattfindenden drei Heiligtumsfahrten in Aachen, Kornelimünster und Mönchengladbach finden 2014 wieder statt.

Aus diesem Anlass hat das Katechetische Institut (KI) im Bistum Aachen ein Buch mit dem Titel „Glaubensstoff – Das Reisebuch“ herausgegeben, das nicht nur für Pilger interessant sein dürfte. Die KI-Dozenten Maria Cremers, Johannes Gather, Rainer Oberthür und Jean-Pierre Sterck-Degueldre hatten es sich zur Aufgabe gemacht, sagt KI-Leiter Benno Goten, für die Pilgerfahrten eine Begleitung zu schaffen und die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und gehen.

In zwei Veröffentlichungen werden die neun Heiligtümer (vier in Aachen, drei in Kornelimünster und zwei in Mönchengladbach) in den Blick genommen. Zum sogenannten Reisebuch kommt noch das geschnürte Reisepaket mit einem didaktischen Teil für Schüler und Lehrer. Das Reisebuch bietet zu den Stoffheiligtümern des Bistums Aachen spannende Pilgeranregungen.

Dazu werden Bilder gezeigt, die durchaus provokant wirken und das auch sollen. So wird beispielsweise neben einer klassischen Madonna mit Kind zum Thema „Kleid Mariens“ (Aachener Heiligtum) das Foto einer Frau mit nacktem Oberkörper und einem nackten Baby gezeigt. Daneben steht: „Stolz und unverhüllt, schaut her: ich zeig mich, ich zeige mein Kind, wir präsentieren uns.“ Auch das Kapitel zum „Lendentuch Jesu“ (wieder ein Aachener Heiligtum) zeigt sich unverblümt. Neben dem Bildnis des gefolterten Herrn ist das Foto einer jungen Modells mit einem um die Hüften geschlungenen sparsamen Tuch zu sehen.

Texte aus dem Neuen Testament

Die Bilder werden umrahmt von Texten aus dem Neuen Testament. Die Redaktion für das nachdenklich, provokante und längst nicht alle Fragen beantwortende Buch besorgte Mechthild Hüsch, auch die Gestaltung und der Verlag sind in den Händen der Agentur und des Verlages Hüsch & Hüsch.

Selbstverständlich werden alle Heiligtümer eingehend vorgestellt, auch das ungefähre Entstehungsjahr angegeben. Ob es sich aber tatsächlich um das Marienkleid, die Windeln Jesu, das Enthauptungstuch Johannes des Täufers und das Lendentuch Christi (in Aachen), das Schürztuch, das Grabtuch und das Schweißtuch Jesu (in Kornelimünster) oder um das Abendmahlstuch und den Purpurmantel (in Mönchengladbach)handelt, mit dem Jesus Christus vor der Kreuzigung verspottet wurde, bleibt offen.

Blättert man das Buch durch, so kann man den Autoren, dem Herausgeber und den Verlegern durchaus Mut attestieren, die Lektüre nebst Arbeitsunterlagen zu einem eher volkschristlichen Ereignis auf den Markt geworfen zu haben. Aber Dompropst Helmut Poqué, Propst Ewald Vienken (Kornelimünster) und Propst Albert Damblon (Mönchengladbach) stehen voll hinter den Veröffentlichungen.

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