Aachen - Karlspreis im Zeichen von Krise und Wahl

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Karlspreis im Zeichen von Krise und Wahl

Von: wb
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Aachen. „Da steckt unglaublich viel Arbeit drin“, sagt Jürgen Linden, der Sprecher des Karlspreis-Direktoriums, und tippt auf die fast 50-seitige Broschüre mit dem Karlspreis-Rahmenprogramm. Mit über 40 Veranstaltungen stimmt es die Aachener ein auf die Verleihung an Herman Van Rompuy.

Ausgezeichnet wird der Präsident des Europäischen Rates am Himmelfahrtstag, der diesmal auf den 29. Mai fällt. „Vier Tage nach der Europawahl“, betont Oberbürgermeister Marcel Philipp, „das macht es spannend.“ Im vorausgehenden Wahlkampf dürften schließlich auch viele kritische Stimmen zur Europäischen Union laut werden.

Auch hier will das Rahmenprogramm kritische Punkte aufgreifen. Für Philipp geht es darum, „Europa nicht als Standbild zu betrachten, sondern die Entwicklung abzubilden“. Wohin die führt, dürfte schwierig abzuschätzen sein. Philipp verweist nicht zuletzt auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine.

Daneben sieht Jürgen Linden aber „nach wie vor einen Schwerpunkt in der Euro-Krise“. Über die spricht unter anderem auch der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn am Montag, 19. Mai.

Zuvor gilt es am 7. Mai die Frage zu klären: „Welches Europa wollen wir?“ Über die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, die Wirtschaft, den Strukturwandel und die europäischen Werte diskutieren junge Leute mit Dr. Marek Prawda, dem Ständigen Vertreter Polens bei der EU, dem ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement, Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, und dem Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff.

Als „speziell“ bezeichnet Linden eine Diskussion mit Vertretern der Jugendorganisationen von CDU, SPD, Grünen und FDP. Paul Ziemiak, Svenja Ludwig, Therese Kalmer und Konstantin Kuhle werden am 13. Mai der Frage nachgehen, ob angesichts der großen Zahl von jungen Leuten ohne Arbeit Europas Jugend eine „verlorene Generation“ ist. Überhaupt gebe es im Rahmenprogramm der Karlspreisverleihung großen Raum für den „Dialog von Jugend und Politik“, betont OB Philipp, „das ist Absicht“.

Daneben soll natürlich auch das Heimatland des Preisträgers in den Blick gerückt werden. Das Belgien des Herman Van Rompuy spielt immerhin eine gewichtige Rolle in Europa. In dem kleinen Königreich haben wichtige europäische Institutionen ihren Sitz, außerdem zählt das Land zu den Gründungsmitgliedern und Wegbereitern der EU. Über diese Impulse spricht der belgische Botschafter in Berlin, Renier Nijskens, am 8. Mai.

Und natürlich widmen sich viele kulturelle Veranstaltungen des Rahmenprogramms dem Nachbarland. Die Palette reicht von Ausstellungen, etwa über die belgische Comicfiguren Tim und Struppi, über Vorträge, unter anderem über die sprachlichen Besonderheiten, Filme und Diskussionen bis hin zu einer Würdigung der belgischen Esskultur samt Verköstigung.

Und nebenbei werden in dieser Zeit auch noch die Medaille Charlemagne, der Polonicus-Preis und der Europäische Karlspreis für die Jugend verliehen.

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