Karlspreis: Blick von außen auf den „Wert von Europa“

Von: Werner Breuer
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Aachen. Es wird wohl voll werden am Tage Christi Himmelfahrt im Krönungssaal des Rathauses. Dafür sorgt auch ein bisschen der designierte Karlspreisträger: Herman Van Rompuy kommt nicht alleine, sondern mit Ehefrau, zwei Töchtern, zwei Söhnen, Enkel, Schwester.

Aber es bleibt auch noch Platz für andere: 830 Gäste hätten zugesagt, berichtete Jürgen Linden, der Sprecher des Karlspreisdirektoriums.

Absagen könnten auch noch kommen, räumt Linden ein. Schließlich gehören viele der Geladenen zum internationalen Polit-Betrieb, der wenige Tage nach der Europawahl viel zu bereden hat. Einige wollen das gleich in Aachen erledigen und am Rande der Karlspreisverleihung politische Gespräche führen. Das städtische Protokoll hat schon dafür gesorgt, dass alle ein ruhiges Eckchen finden.

Und das in unruhigen Zeiten. Ein „besonderer Karlspreis“ sei es in diesem Jahr, meint Oberbürgermeister Marcel Philipp. „wenige Tage nach einer Europawahl“. Die einigen Ländern einen deutlichen Rechtsruck beschert, was analysiert werden müsse. Und natürlich gerät auch die Ukraine in den Blick. Da fragt sich nicht zuletzt der OB: „Wie positioniert sich die EU in Richtung Osten?“ Für Aufklärung sorgen könnten die drei Redner, „die der Preisträger uns ans Herz gelegt hat“.

Linden legt da gleich Wert auf die korrekte Bezeichnung: „Das sind keine Laudationes, sondern Redebeiträge zur aktuellen Situation.“ Kommen werden sie vom georgischen Premierminister Irakli Garibashvili, seinem moldawischen Amtskollegen Iurie Leanca und Arseni Jazenjuk, dem Premierminister der Ukraine. „Der Wert von Europa an sich“, glaubt Linden, könne besser „dargestellt werden von jemandem, der nicht dazugehört.“

Über den Wert von Europa wird traditionell schon tags zuvor diskutiert. Das Karlspreis-Europa-Forum am Mittwoch steht unter dem Motto: „Europa 2.0: Wer, warum und wohin?“ Dabei rechnet Linden mit einer „interessanten Begegnung von jungen und alten Europäern“. Geplant ist ein Treffen von ehemaligen Karlspreisträgern wie Jean-Claude Trichet und György Konrad mit Jugendkarlspreisträgern. Da gehe es um Zukunftsperspektiven, meint Linden.

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