Karlsfest: Sogar Karl der Große gibt sich die Ehre

Von: Nina Krüsmann
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Kaiser Karl (alias Josef Beuel) und die Marktfrau (Renate Juchems) probieren die Karlswurst. Die beiden sind beim Karlsfest ein beliebtes Fotomotiv für Besucher und Touristen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Es ist eines der Aachener Feste überhaupt: An jedem letzten Januarsonntag wird in Aachen das Karlsfest zu Ehren Kaiser Karls, dessen Todestag auf den 28. Januar 814 datiert ist, gefeiert. Der Tag begann mit einem Pontifikalamt im Dom, eröffnet von Bischof Heinrich Mussinghoff und zelebriert von S.E. Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg.

Auch die Karlsschützengilde, die an diesem Tag ihr Patronatsfest beging, war präsent. Musikalisch gestaltet wurde das Pontifikalamt vom Aachener Domchor und Solisten unter der Leitung von Domkapellmeister Bertolt Botzet und mit Kirchenmusikdirektor Norbert Richtsteig an der Orgel.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud das Rathaus zu einem Tag der offenen Tür ein. Alle Räume, sogar das Amtszimmer des Oberbürgermeisters standen offen. „Das Karlsfest ist einer der größten Feiertage und einer der wichtigsten Termine in Aachen. Es hat inzwischen eine große Tradition. Wir versuchen, es Jahr für Jahr besser zu machen“, sagte OB Marcel Philipp.

Zudem gab es ein mittelalterliches Treiben mit der Limburger Ritterschaft. Für den würdigen optischen Rahmen in und vor dem Rathaus sorgte die Rathausgarde Oecher Duemjroefe. „Es ist für uns jedes Jahr eine besondere Freude, an diesem Festtag die Besucher zu empfangen. Dafür sind wir mit allen verfügbaren Kräften präsent und vor allem die Kinder freuen sich über unsere bunten Kostüme“, schildert Rathausgardist Marc Dirrichs.

Er und die Gäste staunten nicht schlecht, als plötzlich Kaiser Karl leibhaftig auferstanden schien: Diese besondere Überraschung hatte der Ausschuss Aachener Karneval (AAK) zum diesjährigen Karlsfest parat. Mit Kaiser Karl (alias Josef Beuel) und der Marktfrau (Renate Juchems) gibt es ab sofort zwei Symbolfiguren für den AAK. „2014, im Karlsjahr, sollen sie eine tragende Rolle im Fastelovvend und im Geschehen rund um den 1200. Todestag von Karl dem Großen spielen. Derzeit zieren die Figuren unter anderem den Sessionsschal des AAK“, erklärt der AAK-Beiratsvorsitzende Helmut Koch.

Seine Idee kam hervorragend an: Blitzschnell waren Karl und seine Marktfrau umringt von begeisterten Fans, die mit Handykameras und Fotoapparaten bestückt ein Bild mit den beiden machen wollten. Karl alias Josef Beuel ließ es sich natürlich nicht nehmen, als „Hausherr“ eine große Runde durch alle Räume des Rathauses zu drehen. Und dabei war er nicht der einzige. Denn es gab kostenfreie Führungen durch das Rathaus und natürlich wurde auch die traditionelle Karlswurst angeboten.

Das diesjährige Fest war quasi eine Generalprobe, denn die Vorbereitungen auf das Karlsjahr 2014 laufen bereits auf Hochtouren: 2014 begeht die Stadt Aachen das Karlsjahr, Bistum und Domkapitel die Heiligtumsfahrt. Zwei Jubiläen stehen dann im Fokus der Aachener Domschatzkammer: Der 1200. Todestag Karls des Großen und 600 Jahre Fertigstellung der Chorhalle. Mit der Ausstellung „Verlorene Schätze“ zeigt die Domschatzkammer Schatzstücke, die früher einmal zur Aachener Marienkirche gehörten.

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