Karl Schultheis: Der Terminplan lässt sogar die kleine Familienfeier zu

Von: gei
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Fühlt sich gut und hat Spaß an der Arbeit: Karl Schultheis wird am Montag 60.

Aachen. Übermorgen ist im Düsseldorfer Landtag sitzungsfrei – und das könnte kaum besser in die Planungen des Aachener SPD-Landtagsabgeordneten Karl Schultheis passen. Er will es am Montag etwas ruhiger angehen lassen und im kleineren Familienkreis feiern: Karl Schultheis wird 60.

Die Leere im Terminkalender ist für ihn gerade in diesen Tagen ein seltenes Glück. Nicht nur als Sprecher im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung und als Vorsitzender im Kulturausschuss des Landtags hat er derzeit viel zu tun, auch in Aachen ist er bekanntlich in vielen Gremien präsent. Doch von Müdigkeit keine Spur: „Ich fühle mich gut, die Arbeit macht mir weiterhin Spaß“, sagt er.

Seit 1969 ist die SPD seine politische Heimat, zu jener Zeit besuchte er noch das Pius-Gymnasium, wo er 1973 das Abitur machte. Er absolvierte ein Lehramtsstudium, doch die Politik wurde schnell zur bestimmenden Größe in seinem Leben. 1985 zog er erstmals in den Landtag ein, seit 1989 vertritt er die SPD im Stadtrat, 1994 übernahm er den Vorsitz der Aachener SPD.

Ein Glücksfall ist das, wie seine Parteigenossin Ulla Schmidt findet. Die SPD, die doch „ziemlich diskussionsfreudig ist“, trete vor allem dank seiner Arbeit sehr geschlossen auf. Die Bundestagsabgeordnete und Ex-Gesundheitsministerin lobt ihren langjährigen politischen Weggefährten erwartungsgemäß in den höchsten Tönen: „Karl ist ein absolut sozial eingestellter Mensch – intelligent und kommunikationsfreudig.“ Zu seinen Stärken gehöre es auch, offen für Neues zu sein. Bewusst fördere er insbesondere Frauen und junge Menschen in der Partei. Der Unterbezirk Aachen zähle heute zu jenen mit der höchsten Juso-Dichte im Land.

Politisch hat Schultheis im Laufe der Jahre alle Höhen und Tiefen erlebt. Unvergessen ist die knappe Niederlage im Jahr 2009 gegen Marcel Philipp im Kampf um den Oberbürgermeisterposten, ebenso unvergessen aber auch der Zittersieg bei der Landtagswahl ein Jahr später gegen Rolf Einmahl.

Wie lange er für die Sozialdemokraten noch an vorderster Stelle mitmischen will, kann er nicht sagen. „Das Rentenalter wird ja immer weiter nach hinten geschoben“, meint er lachend – wohl wissend, dass die SPD daran nicht unschuldig ist. Traditionell werden die Aachener Genossen eher dem linkeren Lager der Partei zugerechnet, von denen viele die Schröder- und Hartz-IV-Ära nur zähneknirschend mitertragen haben. Wer dem SPD-Mann Schultheis zuhört, kann solche Distanz auch bei ihm erkennen.

Schultheis‘ Sechzigster lässt die SPD natürlich nicht kalt. Bei einem Empfang mit viel Musik und Programm soll am Sonntag, 17. Februar, ab 11 Uhr im Spiegelfoyer des Theaters groß auf den Frontmann der Aachener Genossen angestoßen werden. Die Geburtstagsrede hält EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

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