„Karl der Große: Macht Kunst Schätze“

Von: Wolfgang Schumacher
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Bis zum 21. September sind „Orte der Macht“ im Krönungssaal des Aachener Rathauses zu bestaunen, was bislang bereits mehr als 25 000 Besucher taten. Die Aachener Ausstellungs-Trias stößt auch überregional auf eine sehr gute Resonanz. Foto: Harald Krömer

Aachen. Orte der Macht sind weltweit faszinierend, sind oftmals bedrohlich und bieten Schutz zugleich. „Orte der Macht“, das bezeichnet einen Teil des Ausstellungs-Dreiteilers in Aachen über die Regentschaft Karls des Großen, die im 1200. Todesjahr des Frankenherrschers nach nur zwei Wochen bereits gut 25.000 Menschen in den Bann gezogen hat.

Freude machen diese Zahlen, die jetzt bereits an den Run auf die großen Darbietungen „Krönungen“ im Jahr 2000 und die legendäre Karlsausstellung von 1965 erinnern, insbesondere dem ausrichtenden Kulturbetrieb der Stadt. „Ja, wir freuen uns. Beide sind sehr gut angekommen“, meint Geschäftsführerin Irit Tirtey zu den „Nachrichten“ .

Mit „beide“ von Dreien bezeichnet Tirtey die Ausstellungen im altehrwürdigen Krönungssaal, wo multimedial die Herrschaftsausübung des Regenten dargestellt wird, und im neuen Centre Charlemagne am Katschhof, in dem die 31 hochklassigen Kunst- und Objektexponate aus der Zeit Karls – wie etwa der legendäre Tassilokelch – zusammengeführt wurden. In dieser Komplexität war das so noch nie zu sehen.

Hinzu kommt als dritter Ort die Domschatzkammer, in der neben der ständig ausgestellten Karlsbüste und dem Proserpina-Sarkophag derzeit „Verlorene Schätze“ (Titel) aus der Zeit Karls besichtigt werden können.

Überragende Medienpräsenz

Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs, ist nicht nur stolz auf die sehenswerten Ausstellungen, sondern auch auf die breite und in der Tat beeindruckende Medienresonanz. „Nach der Eröffnung am 19. Mai mit Bundespräsident Joachim Gauck haben die großen Medien berichtet, wir waren in der Tageschau und den heute-Nachrichten mit größeren Beiträgen vertreten, France 2 hat berichtet, die FAZ am Sonntag hat einen großen Artikel geschrieben, ebenso die Welt und so weiter“, fasst Müller den großartigen Erfolg zusammen.

Die Chancen stehen daher gut, das selbstgesteckte Ziel zu erreichen: Sage und schreibe 150 000 Besucher sind für die 3,7 Millionen Euro teure Gesamtschau angepeilt, die bis zum 21. September besichtigt werden kann. Alleine am zurückliegenden Samstag kam es beinahe zur Stürmung des Krönungssaales. Mehr als 2000 Menschen schafften da die Runde, die mit dem virtuell dargestellten Karlsschrein startet und am Ende als neuzeitlichen Ort der Macht das Weiße Haus erleuchten lässt. Richtige Schlangen vor der Türe habe es da gegeben, übrigens auch am 20. Mai, als die Ausstellungen zum ersten Mal für Publikum geöffnet wurden. „Wir haben eine tolle Nachfrage auch bei Gruppen“, berichtet Tirtey. Meist zwei Gruppen mit 25 Personen werden gegenläufig durch die Ausstellungen geführt, der Rundgang dauert in der Regel 45 Minuten, man kann auch eine ganze Stunde buchen.

Sicht in die Gegenwart

Erwartet wird bis zum Ende im September der Besuch von 2700 Gruppen, sagt Tirtey. Der Kulturorganisatorin bereitet auch der Audio-Guide Freude, den es inzwischen bekanntlich auch auf Öcher Platt gibt. „Der kommt wirklich gut an“, berichtet Tirtey.

Olaf Müller kann viele Gründe aufzählen, die für einen Besuch sprechen. Einer davon: Bei der Betrachtung der Geschichte könne jeder Rechenschaft ablegen, wie „wir es denn heute mit Europa halten“.

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