Aachen - Kampf um den alten Friedhof

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Kampf um den alten Friedhof

Von: jk
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Werner Grief (links) und Bruno Schwartzenberg kämpfen mit der „Initiative Brand” für den Erhalt des alten Friedhofs. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Stadtverwaltung plant, neben der Marktschule in Brand eine neue Turnhalle zu bauen und dieser vorgelagert, wo sich jetzt Grünfläche befindet, ein „Bewegungsband” als Sportanlage anzulegen. Dagegen protestiert die „Initiative Brand”, ein Zusammenschluss von gut zehn Brander Bürgern.

Denn das Gelände ist eigentlich ein Friedhof, was man an dem Grabkreuz in der Mitte der Wiese noch erkennen kann.

Bis 1960 wurden Tote dort beerdigt. Nach der 40-jährigen Ruhezeit ist der Friedhof in einen Park umgewandelt worden. Die neue Turnhalle käme zum Teil auf einem Gräberfeld zu stehen, zum Teil auf dem Schulhof der Marktschule. „Der kleine Schulhof würde ja noch kleiner und außerdem verschattet”, ist ein Argument von Werner Grief von der Initiative. Vor allem aber finde die „Initiative Brand” es pietätlos, dass dort, wo die Toten ruhen, gebaggert werden soll. An eine Exhumierung sei offenbar gar nicht gedacht.

„Da wo die Bank steht, ist mein Großvater beerdigt”, erzählte Bruno Schwartzenberg beim Ortstermin. Über 1000 Brander seien auf dem einstigen konfessionslosen Gemeindefriedhof bestattet. „Friedhöfe zeugen von Geschichte und Kultur”, sagen die Mitglieder der Initiative und möchten den Friedhof deshalb so wie er ist als Gedenkstätte und Kulturdenkmal erhalten wissen.

„Wir sind nicht gegen Sportfelder oder gegen die Turnhalle, nur der Standort ist falsch”, erklärte Grief. Er und seine Mitstreiter haben sich schon eine Alternative ausgedacht, weil sie eine Sporthalle für Schulkinder und Vereine für notwendig halten. Sie schlagen vor, die Halle an der Straße zu bauen, da wo sich jetzt Hundeklo und Parkplatz befinden.

Dort würden auch genug Stellplätze hinpassen. Das Bewegungsband könnte man nach Meinung der Initiative parallel zur Eschenallee anlegen. Die Bürger wollen sich mit ihrem Anliegen an die Politik wenden, zunächst an die Bezirksvertretung, die demnächst, am 19. September, tagt, und dann auch an den Stadtrat.
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