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Kampf der Talbötter: Schon mehr als 8000 Unterschriften

Von: Heiner Hautermans
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Inzwischen leistet die brennen
Inzwischen leistet die brennende Tonne gute Dienste bei der Mahnwache.Sie ist auch in der zweiten Woche gut besucht. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die permanente Mahnwache bei Bombardier ist ist winterfest gemacht worden: Die Malteser haben ein zweites, größeres Zelt an der Haupteinfahrt der von der Schließung bedrohten Schienenfahrzeugfabrik an der Jülicher Straße aufgestellt, natürlich kostenlos.

Auch wenn wie am Montag keine hohen Tiere zu Besuch kommen, ist das Zelt der IG Metall immer gut frequentiert, fast immer sind 20 bis 25 Besucher vor Ort. Neben einem harten Kern, der ausharrt und Solidaritätsgaben aller Art entgegennimmt, kommen immer wieder Unterstützer oder Kollegen, die sich über die Situation informieren lassen und Mut zusprechen. Oder auch Riesenschüsseln mit Essen vorbeibringen. Am Montag eine Megaportion Nudelsalat von einer Verdi-Kollegin und Spaghetti Bolognese für 30 Leute, lecker angerichtet von einer Mitarbeiterin aus der Bombardier-Verwaltung. Die Zahl der Unterschriften ist inzwischen auf mehr als 8000 angewachsen - die Solidaritätswelle ist ungebrochen.

Allerdings kann die Vielzahl der Zuschriften von Betriebsrat und Gewerkschaft nicht mehr einzeln bedient oder beantwortet werden. Deshalb soll nun ein Solidaritätskomitee gegründet werden, um den zahlreichen Unterstützern Gelegenheit zu geben, ihre Unterstützung auch praktisch ausüben zu können. Alle Interessierten werden zur Gründung eines „Solidaritätskomitees Bombardier” eingeladen, und zwar am heutigen Dienstag um 18 Uhr in die Kirche Sankt Elisabeth, Jülicher Straße/Ecke Blücherplatz. Ziel des Komitees soll es sein, neueste Informationen aus erster Hand zu geben und konkrete Aktionen zu planen, um den Kampf um den Erhalt von Bombardier in Aachen fortzusetzen.

Solidaritätslisten liegen auch in einer Reihe von Institutionen und Firmen der Region aus. Die Gewerkschaft der Polizei hat allein fast 600 Unterschriften gesammelt, Polizeipräsident Klaus Oelze war der Erstunterzeichner. Die Städteregion zog Montag nach: Auch dort sind Verwaltungsvorstand und Personalrat mit gutem Beispiel vorangegangen. Die Liste liegen im Foyer an der Zollernstraße aus. 400 Unterschriften kamen von Junker aus Simmerath.

Die CDU-Bundestagsabgeordneten in der Städteregion, Rudolf Henke und Helmut Brandt, haben die angekündigte Kündigung ebenfalls scharf kritisiert. Beide haben ihr Unverständnis auch gegenüber Vertretern der Deutschen Bahn, einem der Hauptauftraggeber von Bombardier, zum Ausdruck gebracht. Ähnlich aktiv ist auch SPD-Kollegin Ulla Schmidt, die Gespräche führt, Bombardier auf Landes- und Bundesebene bei Ausschreibungen ins Rennen zu bringen, ebenso bei Zügen der niederländischen Eisenbahn, die nach einem Gerichtsurteil behindertengerecht umgebaut werden müssen.
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