Aachen - Kaiserplatz: Samen für grüne Naturoase sind gesät

Kaiserplatz: Samen für grüne Naturoase sind gesät

Von: Martina Stöhr
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Samenbällchen und begrünte F
Samenbällchen und begrünte Flaschen: Die Bürgerinitiative „Kaiserplatzgalerie - Nein danke!” gab am Samstag einen Vorgeschmack auf eine andere Nutzung des Geländes. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Hängende Gärten, eine grüne Oase, attraktive Wohnbebauung und ein Treffpunkt für Menschen: So oder so ähnlich stellten sich Passanten die Nutzung des brachliegenden Grundstücks am Adalbertsberg vor.

Die Bürgerinitiative „Kaiserplatzgalerie - Nein danke!” hatte sich dort am Samstag in der Fußgängerzone postiert, um auf das Baugelände aufmerksam zu machen. In Video-Interviews befragte sie die Bürger nach ihren Wünschen zu dem mit Bauzäunen umgebenen Gelände.

Laut Horst Schnitzler, Ratsherr und Sprecher der Bürgerinitiative, gab es dabei viel Unterstützung. Schon in der Vornacht hatten Freunde der Bürgerinitiative den Bauzaun am Adalbertsberg mit hängenden Flaschen begrünt und dafür gesorgt, dass er zum echten Hingucker wurde. Und obendrein gabs Samenbällchen, die auf das brachliegende Gelände geworfen werden konnten: So soll das Grün dort schon jetzt Einzug halten.

Denn solange über die endgültige Bestimmung des Geländes nicht entschieden ist, könnte es doch eine Zwischennutzung geben, meint die Bürgerinitiative und denkt dabei in erster Linie an eine Nutzung als Naturerlebnisoase. Der Investor wisse inzwischen über diese Pläne Bescheid, so Schnitzler. In ein paar Wochen dann soll es eine Ortsbegehung geben, um zu prüfen, inwieweit sie realisierbar sind.

Öffentlicher Treffpunkt

Anstelle der Kaiserplatzgalerie wünscht sich die Bürgerinitiative eine Bebauung mit kleinen Geschäften und Wohnungen und einen kleinen Parkplatz. Die geplante Kaiserplatzgalerie sei eine Fehlplanung. Sie werde die umliegenden Geschäfte verdrängen und die Fußgängerzone unattraktiver machen, meint Schnitzler. Das sehen wohl auch viele der befragten Bürger so. „Aachen braucht nicht noch eine Einkaufsgalerie”, meint einer und wünscht sich eine attraktive Wohnbebauung, die die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der künftigen Mieter berücksichtigt. Solange die endgültige Nutzung des Geländes nicht klar sei, sei eine Nutzung als öffentlicher Treffpunkt toll, sagt ein anderer.

Alle freuten sich über die Blumenpracht, die jetzt den Bauzaun schmückt. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was sich aus dem Gelände machen ließe, wenn die Bürgerinitiative zum Zuge käme. An der Begrünung könnten benachteiligte Kita-Kinder beteiligt werden und Bürger, die gerne mit anpacken wollen, sagt Schnitzler. Und er fürchtet fast, mit dieser Aussage einen Ansturm von freiwilligen Helfern auszulösen. Denn Beispiele aus anderen Städten hätten gezeigt, dass solche Aktionen gut ankommen.
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