Aachen - Kaiserplatz-Galerie: In knapp drei Jahren soll Eröffnung sein

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Kaiserplatz-Galerie: In knapp drei Jahren soll Eröffnung sein

Von: Gerald Eimer
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Tristesse in bester Innenstadtlage: Nach langem Stillstand auf dem Gelände an der Adalbertstraße kündigen die Unternehmen ECE und Strabag nun den Baubeginn der Kaiserplatz-Galerie an. Ende 2015 soll Eröffnung sein. Foto: Harald Krömer
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Wollen am Mittwoch im Ludwig-Forum auch die Bürger über die neuen Kaiserplatz-Pläne informieren: Rainer Maria Schäfer, Jürgen Reimann, Christian Stamerjohanns (v.l.). Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Ankündigungen sind ungezählt, doch nun sollen allen Ernstes Taten folgen: In knapp drei Jahren wollen die beiden Unternehmen ECE, Hamburg, und Strabag Real Estate, Köln, die Kaiserplatz-Galerie an der Adalbert­straße eröffnen. Ein neuer Einkaufspalast mit Platz für rund 130 Geschäfte samt Tiefgarage mit etwa 615 Stellplätzen soll Ende 2015 die schlimme Brache in bester Innenstadtlage endgültig vergessen lassen.

Dies bekräftigten ECE-Projektleiter Jürgen Reimann und Strabag-Geschäftsführer Rainer Maria Schäfer am Montag vor der Presse. Weitere Einzelheiten zu den Bauschritten und Zeitplänen wollen sie am Mittwoch, 20. Februar, auf einer Bürgerinformation im Ludwig-Forum, Jülicher Straße, bekanntgeben. Die Veranstaltung, bei der auch Vertreter der Stadt Auskunft geben, beginnt um 18 Uhr.

Die Info-Veranstaltung wird sozusagen den Startschuss geben für die Vorarbeiten, die in den nächsten Tagen beginnen sollen. Die Aachener werden es vermutlich zunächst nur an veränderten Verkehrsführungen und verlagerten Bushaltestellen im Bereich Kaiserplatz merken, dass Leben auf die Baustelle kommt. Drei bis vier Monate lang werden dort zunächst vor allem die Archäologen das Sagen haben. Während sie in den Tiefen nach Hinterlassenschaften unserer Vorfahren suchen, soll zeitgleich auch der Aushub für die Baugrube voranschreiten.

Mit größeren Verzögerungen rechnet Reimann vorerst nicht. Spätestens zum 1. Juni sollen auch die letzten Mieter ihre Wohnungen verlassen haben, so dass dann auch weitere Abrissarbeiten erfolgen können. Entsprechende Vereinbarungen seien inzwischen mit allen Mietern getroffen worden.

Parallel zur Kaiserplatzgalerie werden laut Reimann und Schäfer auch die Arbeiten auf dem benachbarten Komplex zwischen Adalbertsberg und Harscampstraße ausgeführt. Dort errichten die beiden Partner wie berichtet ein weiteres neues Geschäftshaus mit Wohnungen. Denkmalgeschützte Fassaden sollen erhalten werden. Strittig ist allerdings weiterhin, wieviel Ersatzwohnraum ECE und Strabag für dieses Areal schaffen müssen.

Einen symbolischen Spatenstich planen Reimann und Schäfer für kommenden Mai. Das ganze Jahr 2013 wird ansonsten jedoch für vorbereitende Arbeiten genutzt. Die Bodenplatte soll Anfang 2014 gelegt werden, erst dann sollen auch die sichtbaren Hochbauarbeiten beginnen.

Aus Sicht von Reimann und Schäfer, die zuletzt gemeinsam das Shoppingcenter „Forum Mittel­rhein“ in Koblenz eröffnet haben, könne am Erfolg der Kaiserplatz-Galerie kaum gezweifelt werden. „Wir haben noch nie ein Center eröffnet, das nicht zu 100 Prozent vermietet war“, bekräftigt ECE-Pressesprecher Christian Stamerjohanns.

Natürlich wissen alle Beteiligten um die Sorgen des Einzelhandels und die Kritik der Gegner, die durch die neue Einkaufslandschaft einen gnadenlos Verdrängungswettbewerb und das Aus für viele kleine Geschäfte befürchten. „Diese Angst ist unterschwellig da“, bestätigen Schäfer und Reimann. „Aber die Galerie wird die Attraktivität der Gesamtstadt steigern.“ Es gebe durch das lange Warten auf die Kaiserplatz-Galerie einen Investitionsstau in Aachen, der durch den bevorstehenden Bau endlich beseitigt werde, sind sie überzeugt. „Sobald das Center eröffnet hat, tut sich auch in der Nachbarschaft etwas“, sind sie überzeugt. Entsprechende Pläne gibt es bereits für die gegenüberliegende Seite an der Adalbertstraße. Und auch C&A plant einen Um- und Erweiterungsbau.

Aachen habe eine „hochattraktive Innenstadt“, der die Galerie nicht schaden werde, meint Schäfer. Allerdings müsse sich auch die Umgebung „gut darstellen“. Aus Sicht von Stamerjohanns habe die Kaiserplatz-Galerie mit ihrer Verkaufsfläche von knapp 30 000 Quadratmetern eine „für die Stärke Aachens sehr angemessene Größe“. Die Beispiele in anderen Städten würden zeigen: „Das wird funktionieren.“

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