Aachen - Käthe-Kollwitz-Schule produziert jetzt Strom

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Käthe-Kollwitz-Schule produziert jetzt Strom

Von: Nina Krüsmann
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Freuen sich über die neue Pho
Freuen sich über die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Käthe-Kollwitz-Schule an der Bayernallee: Peter Asmuth (Stawag-Vorstand), OB Marcel Philipp, Stefan Mägdefrau (Solartechnik), Schulleiter Hans Pontzen und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (v.l.). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Großer Bahnhof vor dem Haupteingang der Käthe-Kollwitz-Schule: An der Bayernallee 6 wurde die Inbetriebnahme der neuesten Photovoltaikanlage der Stawag gefeiert. Auf dem Dach der Käthe-Kollwitz-Schule wird nämlich ab sofort alternative und umweltfreundliche Energie produziert.

„Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt für unsere Schule, denn die Umwelt liegt uns sehr am Herzen. Nachhaltigkeit spielt auch in der Ausbildung zukünftiger Kinderpfleger und Erzieher eine große Rolle”, sagte Schulleiter Hans Pontzen vor den zahlreichen Ehrengästen.

Die Anwesenheit von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg unterstrich die Bedeutung: Die Städteregion will sich zur Modellregion in Sachen Klimaschutz entwickeln. „Neben zahlreichen weiteren Maßnahmen zur angestrebten CO²-Reduzierung ist der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf städteregionalen Liegenschaften ein besonderes Anliegen. Durch ihren Betrieb werden momentan 250 Tausend Tonnen CO² pro Jahr eingespart”, erklärte Etschenberg.

„Stadt und Städteregion Aachen verfolgen sehr engagiert das Ziel, die klimarelevanten Gase zu reduzieren. Wir streben langfristig eine Kohlendioxid-Neutralität an”, betonte Etschenberg. Um dem Klimawandel gezielt und entschieden entgegenzuwirken, habe der Städteregionstag im Dezember 2010 ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet. 72 Maßnahmen werden darin benannt. „Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Frage nach erneuerbaren Energien. Spätestens seit dem Unglück von Fukushima hat das Thema Energiewende nochmals an Bedeutung gewonnen.

Der Einsatz von regenerativen Energien wie Wind- und Wasserkraft sowie Sonnenenergie zur Energiedeckung vor Ort spielt dabei eine große Rolle”, sagte Etschenberg. „Solche Beiträge zur Energiewende sind ein Thema für Politik und Verwaltung. Für die Umsetzung der Klimaschutzziele nehmen wir gerne jedes Dach”, erklärte OB Philipp. Ein großes Potenzial an Flächen sei vorhanden. „Die Ziele sind messbar und sollen bis 2020 erreicht werden. Im aktiven Klimaschutz wollen wir alle Bürger einbeziehen, das hat auch einen pädagogischen wie gesellschaftlichen Wert”, sagte der Oberbürgermeister weiter.

Für die Stawag ist es die 13. Anlage, davon die neunte auf einem kommunalen Gebäude innerhalb der Stadt Aachen. „Die elektrische Leistung addiert sich aktuell auf etwa 500 Kilo-Watt-Peak. Daraus resultiert eine Einsparung von rund 250 Tonnen CO² pro Jahr. Die Anlage hier auf der Käthe-Kollwitz-Schule ist die größte auf einer Liegenschaft der Städteregion Aachen”, sagte Dr. Peter Asmuth, Vorstand der Stawag.

Rund 50 Haushalte können mit der erwirtschafteten Strommenge versorgt werden. Die Anlage sei in Rekordzeit während des laufenden Schulbetriebs erstellt worden und sei damit ein Beispiel dafür, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Städteregion klappen kann.

„Und sie ist die erste auf einem ehemaligen Berufskolleg der Stadt Aachen. Damit dieses Beispiel Schule machen kann, wollen wir für die Städteregion ein Solarpotenzial-Dachkataster erstellen”, sagte Etschenberg. Damit könne unter Berücksichtigung der Standortfaktoren und dem Globalstrahlungswert für jede Dachfläche der potenzielle Energiebetrag ermittelt werden.

„Außerdem möchten wir den Unternehmen der Region künftig in bewährter Kooperation das Projekt Ökoprofit anbieten. Es gibt noch eine Menge Einsparpotenzial, das Stadt und Städteregion Aachen gemeinsam mit den Bürgern und den Unternehmern erschließen”, sagte Etschenberg, der die Einweihung an der Bayerallee als ganz wichtigen Schritt nach vorn wertete.
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