Aachen - Käthe-Kollwitz-Schule: Gesundheit wird zum Abiturfach

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Käthe-Kollwitz-Schule: Gesundheit wird zum Abiturfach

Von: Margot Gasper
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Praxisnähe wird großgeschrieben: Carmen Linn, Hans Pontzen, Jochen May und Frank Röhlings (v.l.) von der Käthe-Kollwitz-Schule stellen den neuen Bildungsgang im Beruflichen Gymnasium vor. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das ist ganz was Neues: Ab Sommer gibt es an 14 ausgewählten Berufskollegs in NRW ein berufliches Gymnasium für Gesundheit. Im Regierungsbezirk Köln dürfen zwei Schulen mit diesem neuen Schwerpunkt an den Start gehen, ein Standort in Köln und die Käthe-Kollwitz-Schule, Berufskolleg der Städteregion in Aachen.

Schulleiter Hans Pontzen und Vertreter des Kollegiums stellten das neue Berufliche Gymnasium für Gesundheit, das zunächst fünf Jahre im Rahmen eines landesweiten Schulversuchs läuft, nun vor.

„Mit diesem Abitur kann man alles studieren!“ Das betont Frank Röhlings, Abteilungsleiter für das Berufliche Gymnasium an der Käthe-Kollwitz-Schule, ausdrücklich. Denn viele Schüler und Eltern, sagt er, wissen nicht, dass die Beruflichen Gymnasien an Berufskollegs die Allgemeine Hochschulreife, also ein vollwertiges Abitur nach drei Jahren gymnasialer Oberstufe anbieten. Das große Plus dieser Bildungsgänge aber ist ihr fachlicher Schwerpunkt. Die Käthe-Kollwitz-Schule macht mit ihrem Beruflichen Gymnasium für Erziehung und Soziales bereits seit 2005 sehr gute Erfahrungen.

Das berufliche Gymnasium für Gesundheit bereitet auf Studium oder Berufsausbildung im Gesundheitsbereich vor. Carmen Linn, an der Käthe-Kollwitz-Schule zuständig für den Fachbereich Gesundheit, zählt Fächer wie Medizin, Psychologie oder Gesundheitswissenschaften auf. „Aber dieses Abitur bereitet auch sehr gut auf Ausbildungen wie Krankenpflege, Ergotherapie, Logopädie oder Physiotherapie vor“, erläutert Linn.

Wer an der Käthe-Kollwitz-Schule sein Abitur im Schwerpunkt Gesundheit anstrebt, bekommt auf jeden Fall die Leistungskurse Gesundheit und Biologie. Verpflichtende zweite Fremdsprache ist Niederländisch. Das dürfte auch für alle jene interessant sein, die womöglich über einen der attraktiven Studiengänge im Gesundheitsbereich in den Niederlanden nachdenken. Und für Schüler, die es mit Mathe nicht so haben, hat Bildungsgangleiter Jochen May noch eine gute Nachricht: „Mathematik ist in diesem Bildungsgang kein Abiturfach.“

Für wen eignet sich das berufliche Gymnasium für Gesundheit? Natürlich sollten die Bewerber Fächer wie Biologie oder Chemie mögen. Sie sollten aber auch gerne mit Menschen umgehen und Fähigkeiten im sozialen Bereich mitbringen, erklärt Frank Röhlings. Sogar zwei Praktika sind vorgesehen, natürlich in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs.

Damit der neue Bildungsgang zustande kommt, verlangt das NRW-Schulministerium mindestens 22 Anmeldungen. Nach vier Anmeldetagen hat die Käthe-Kollwitz-Schule diese Zahl schon so gut wie erreicht. „Es sind aber noch Plätze frei“, beruhigt der Schulleiter. Voraussetzung für den Besuch des Beruflichen Gymnasiums ist der Mittlere Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe. Schüler, die bisher im Gymnasium unterwegs sind, wechseln aufgrund der achtjährigen Gymnasialzeit (G 8) bereits nach Klasse 9. Sie benötigen die Versetzung in die Einführungsphase der Oberstufe.

Mit Fachhochschulreife kann man unter bestimmten Umständen gleich in die Qualifikationsphase (Q 1) wechseln und nach zwei Jahren das Abitur machen.

Auch das Kollegium ist gespannt auf den Schulversuch. „Einen Leistungskurs Gesundheit hat es in Nordrhein-Westfalen noch nie gegeben“, sagt Carmen Linn.

Interessenten für das neue Berufliche Gymnasium für Gesundheit werden im Berufskolleg ausführlich beraten. Auskunft erteilt die Käthe-Kollwitz-Schule, Bayernallee 6, Telefon 0241/609450, E-Mail info@kka-aachen.de.

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