Jury für Präventionspreis in der Grundschule Barbarastraße

Von: Martina Stöhr
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Viel Besuch an der Grundschule Barbarstraße: hinten von links Carmen Kern, Margaretha Kurmann und Michael Römer als Jury des Deutschen Präventionspreises, Sozialamtschef Günter Schabram, Rolf Leonhard Haugrund (Geschäftsführer Katholische Stiftung Marienhospital) Hans Georg Suchotzki (Fachbereichsleiter Sport), Organisatorin Uschi Brammertz und Peter Wüllner (Westdeutscher Basketballverband). Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Dieses Projekt passt wie der Deckel auf den Topf”, sagte Günter Schabram, Leiter des Fachbereichs für Soziales und Integration, als am Donnerstag die Vertreter der Jury des Deutschen Präventionspreises nach Aachen kamen, um sich die Arbeit an der Katholischen Grundschule Barbarastraße einmal ganz genau anzusehen.

Im Beisein der Delegation aus Berlin verwies er darauf, dass die Barbaraschule genau die richtige Antwort auf die sozialen Probleme in Rohe Erde gefunden habe: Hohe Arbeitslosigkeit, ein hoher Anteil an Migranten und überdurchschnittlich viele übergewichtige Kinder seien einige der Merkmale, die das Viertel charakterisierten.

Die Barbaraschule leiste mit ihrem Projekt „Bewegte Schule” und der Devise „Gesund gefrühstückt lernt sich leichter” einen wesentlichen Beitrag, um die Defizite der sozial benachteiligten Kinder in Rothe Erde aufzufangen.

Die Jury des Präventionspreises fand reichlich Gelegenheit, sich ein Bild vom Konzept der Schule zu machen. „Wir sind beauftragt, die Elternarbeit, die Vernetzung des Projekts und seine Bedeutung für den Stadtteil zu überprüfen”, erläuterte Margaretha Kurmann von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Über ihre Eindrücke schwieg sich die Jury erwartungsgemäß aus. Ende April wird sie entscheiden, welche Schulen die Gewinner sind. Die Barbaraschule gehört zu den zwölf Schulen, die unter 600 Bewerbern ausgewählt und für den Preis nominiert wurden.

Am 16. Juni fahren Vertreter der Barbaraschule nach Berlin, wo Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Preise übergeben wird. Das Preisgeld von 100.000 Euro wird unter den Gewinnern drei unterschiedlicher Kategorien aufgeteilt.

Die Barbaraschule würde sich besonders über einen Geldpreis freuen, weil ihr Projekt fast ausschließlich mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter und Sponsoren funktioniert.
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