Aachen - Junge Politiker wollen mehr Einfluss nehmen

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Junge Politiker wollen mehr Einfluss nehmen

Von: Christiane Husmann
Letzte Aktualisierung:
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Daniel Morkisch (re.) löst Phillip Eischet als Vorsitzender der Schülerunion ab. Foto: Harald Krömer

Aachen. Viel vorgenommen hat sich Daniel Morkisch (17), neuer Vorsitzender der Aachener Schülerunion (SU). Er steht jetzt an der Spitze der rund 100 christdemokratischen Schüler.

Für den Schüler des Pius-Gymnasiums ist Politik alles andere als trocken. „Viele können sich mit dem, was sie in den Fernsehnachrichten sehen, nicht richtig identifizieren und finden Politik vielleicht sogar spießig”, erklärt er.

Um seine Mitschüler vom Gegenteil zu überzeugen, will er sie mit neuen Aktionen persönlich ansprechen und zeigen, dass Politik alles andere als spießig ist. „Wenn die Schüler sehen, dass etwas passiert, wenn sie sich einsetzen, dann kann man sie auch begeistern”, fügt er hinzu.

Zunächst wollen der Gymnasiast und sein neu gewähltes Vorstandsteam die Aktion „Wo drückt der Schuh bei Aachens Schülern” weiterführen. Seit Oktober machen sich Schüler der Stadt und der Städteregion per E-Mail Luft über Missstände an ihren Schulen - über veraltete Unterrichtsmaterialien, nicht mehr intakte Sanitäranlagen oder unangekündigten Unterrichtsausfall.

Nun wollen sich die Jungpolitiker für sie einsetzen und diese Probleme auch in den CDU-Fraktionen von Stadt und Städteregion auf den Tisch bringen. Auf Daniel Morkisch wartet aber noch mehr Arbeit, wie zum Beispiel die Vorbereitung regelmäßiger Sitzungen oder den Kontakt zu verschiedenen Ortsverbänden zu halten.

Auf Landesebene aktiv

Vorgänger Phillip Eischet (17) gratulierte Daniel Morkisch zu seinem neuen Amt. Der Schüler des Kaiser-Karl-Gymnasiums war eineinhalb Jahre an der Spitze der Aachener SU und ist derzeit Landesvorsitzender.

Zunächst engagierte er sich in beiden Ämtern parallel. Doch Kreis- und Landespolitik neben Schule und Freizeit unter einen Hut zu bekommen, war auch für den engagierten Schüler eine organisatorische Herausforderung. Deshalb stellte die SU den Kreisvorsitz zur Wahl.

Phillip Eischet macht sich derweil auf Landesebene für seine Mitschüler stark. Besonders wichtig ist ihm und seinem Vorstandsteam das Thema Bildungspolitik.

„Wir sind dafür, ein Bildungsnetzwerk auf Landesebene zu schaffen, in dem auch die Wirtschaft, Vereine und religiöse Verbände Einfluss nehmen können”, erläutert er. So soll beispielsweise das Angebot der Musikschulen auch für Schulen interessant gemacht werden. Eischet sieht dieses Engagement als schulpolitischen Motor auf Landesebene.

Nach dem Abi will er die Politik hintenanstellen und ein wirtschaftsorientiertes Fach studieren. „Politik ist zwar ein großes Hobby, aber keineswegs ein Berufswunsch”, unterstreicht er. Sein Parteibuch möchte er allerdings in der Jungen Union weiterführen.

Sein Nachfolger Daniel Morkisch kann sich dagegen schon vorstellen, weitere politische Ämter nach seiner Zeit in der SU zu übernehmen. Auch er möchte studieren und interessiert sich für Jura und Betriebswirtschaftslehre.
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