Junge Männer attackieren drei Polizisten bei Kontrolle am Bushof

Von: tv
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In unmittelbarer Nähe der Aachener Peterskirche haben Jugendliche in der Nacht auf Samstag Polizisten attackiert. Foto: Harald Krömer

Aachen. Es war eine Gruppe von zehn bis 15 jungen Männern, die in der Nacht zu vergangenem Samstag in der Nähe des Aachener Bushofs Polizisten mit Tritten und Schlägen malträtiert und so stark verletzt haben, dass die bisher nicht wieder arbeitsfähig sind.

Die Tat ereignete sich gegen 2.50 Uhr auf dem Vorplatz der Kirche St. Peter am Peterskirchhof. Weil ein Anrufer in der Leitstelle zuvor angegeben hatte, aus einer Gruppe junger Männer heraus angegriffen worden zu sein und Schläge abbekommen zu haben, wollten zwei Polizisten die alkoholisierten und aggressiven Personen kontrollieren. Ein 18-Jähriger hielt das aber offenbar für unnötig und wollte sich vom Ort des Geschehens entfernen.

Die Beamten folgten ihm, um ihn aufzuhalten. Dabei leistete der 18-Jährige erheblichen Widerstand. Im folgenden Gerangel stürzten alle drei zu Boden, was etliche Männer aus der Gruppe als Gelegenheit ansahen, die Polizisten aus dem Hinterhalt anzugreifen, zu schlagen und zu treten, auch gegen den Kopf. Mit hinzugerufener Verstärkung konnte die Situation entschärft und die jungen Männer von weiteren Attacken abgehalten werden.

Neben dem 18-Jährigen wurden neun weitere Angreifer vorläufig festgenommen. Außer einem 31-Jährigen handelte es sich um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Nach einer Überprüfung stellte sich heraus, dass ein junger Mann aus Würselen nur auf Bewährung aus dem Gefängnis war. Nach richterlicher Überprüfung ging er wieder in Haft. Die anderen Männer wurden wieder auf freien Fuß gesetzt oder ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Dennoch ermittelt nun die Kriminalpolizei gegen sie wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung. Bei dem Einsatz wurden insgesamt drei Polizeibeamte unter anderem durch die Tritte gegen den Kopf so schwer verletzt, dass sie in der Nacht ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Zwar seien sie mittlerweile wieder zu Hause, allerdings noch nicht wieder dienstfähig, hieß es aus dem Präsidium. Zwar glaubten die Ermittler im vorliegenden Fall nicht an einen geplanten Hinterhalt, aus dem die Polizeibeamten attackiert worden seien.

Der Vorfall reihe sich jedoch in die Beobachtung auch im Aachener Polizeipräsidium ein, dass Angriffe gegen Polizisten immer häufiger würden, erklärte Petra Wienen von der Polizeipressestelle. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt machen können, bittet die Polizei, sich unter Telefon 0241/9577-31101 oder Telefon 0241/9577-34210 (außerhalb der Bürozeiten) zu melden. Besonders einen weiteren Zeugen, der das ursprüngliche Opfer zur Tatzeit begleitete, bittet die Polizei, sich zu melden.
 

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