Aachen - Junge Diebe brechen in Wohnungen ein

Junge Diebe brechen in Wohnungen ein

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. Mit unglaublicher Dreistigkeit sucht eine Diebesbande in den letzten Wochen das Ostviertel heim, vor allem den Bereich rund um den Elsassplatz.

Die Täter wählen gezielt Mehrfamilienhäuser aus, in denen sie sich unbeobachtet fühlen, brechen die Wohnungstüren auf und stehlen alles, was sie unauffällig abtransportieren können: Bargeld, Schmuck, Jahreskarten der Aseag, in einem Fall sogar den Sprachcomputer eines schwerbehinderten Kindes.

In den beiden Hochhäusern am Kennedypark wurden allein an zwei Tagen vier Wohnungen aufgebrochen. Die Polizei hat noch keinen Hinweis auf die Täter und bittet dringend darum, verdächtige Beobachtungen zu melden.

„Uns wurden vermehrt Einbrüche im Bereich Elsassviertel um Elsassstraße bis Reichsweg gemeldet”, sagt Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage. In den letzten drei Wochen seien acht Anzeigen eingegangen, aufgrund der Art und Weise, wie die Einbrüche begangen wurden, gehe man davon aus, dass sie von der gleichen Tätergruppe verübt wurden: „Es liegt die Vermutung nahe, dass es Kinder oder Jugendliche gewesen sind, die durchaus einen Auftrag erhalten haben können.”

Bei der Gewoge, der die beiden Hochhäuser im Kennedypark gehören, ist man ob der Häufung alarmiert. Mike Zander, Abteilungsleiter Bestandsmanagement nennt es auffällig, dass die Tatorte in oberen Geschossen lagen: 1., 3., 4. und 7. Etage. „Früher wurde eher das Erdgeschoss aufgesucht.” Offenbar wolle man die Anonymität der Hochhäuser, in der Besucher kaum auffielen, ausnutzen. Und noch eine Gemeinsamkeit: „Die Leute waren nicht zu Hause.” Die Wohnungstüren seien dann mit grobem Gerät aufgehebelt worden, was erheblichen Lärm verursacht haben müsste.

Das ist auch ein Ansatzpunkt für die Polizei. Kemen: „Die Burschen müssen im Haus gewesen sein und mit den Aufzug hoch und runter gefahren sein.” Das wahrscheinlich einen halben Tag lang, um die Gewohnheiten der Mieter zu studieren. Sprecher Kemen: „Sowas müsste eigentlich auffallen. Wer so etwas sieht, sollte die Nummer 110 wählen, damit der Einsatzleiter auf der Leitstelle sofort einen Wagen schicken kann.”

Große Besorgnis

Unter den Bewohnern der sogenannten Stern-Häuser geht unterdessen große Sorge um. Abteilungsleiter Zander: „Jeder, der das einmal erfahren hat, weiß, was das für ein beklemmendes Gefühl ist, wenn ein Fremder in die privateste Sphäre eingedrungen ist.” Die Wohnungstüren der betroffenen Wohnungen seien zunächst provisorisch repariert worden, weil sie Sondermaße aufwiesen und neue erst bestellt werden mussten. Diese wurden am Freitag eingebaut.

„Wir als Wohnungsbauunternehmen wollen höchsten Sichterheitsstandard bieten.” Falls einer der Mieter den Wunsch habe auszuziehen, werde man dem nachkommen. Bisher sei das aber nicht der Fall.
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