Aachen - Junge Aachener sanieren Kirche in Bulgarien

AN App

Junge Aachener sanieren Kirche in Bulgarien

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
5242451.jpg
Letzte Vorbereitungen: Vera, Corinna und Ehrenfried Schneider packen mit Pastor Samuel Falk (von links) die Sachen, die sie benötigen, um eine Kirche in Bulgarien zu sanieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nun sind die zehn jungen Leute von der evangelischen Freikirche (Baptisten) aus Aachen im Flugzeug unterwegs nach Sofia. Von der bulgarischen Hauptstadt werden sie weiter reisen nach Rudnik. Rudnik ist eine Kleinstadt in der Nähe von Borgos am Schwarzen Meer.

Und während in Borgos der Bär tanzt, deutsche, englische und russische Touristen die Sau rauslassen und nur so mit Geld um sich schmeißen, herrscht in Rudnik die blanke Not.

In Rudnik wohnen größtenteils Roma, die vom Rest der Bevölkerung häufig ausgegrenzt werden. Sie freuen sich über jedes gespendete Bekleidungsstück, über jedes Lebensmittelpaket. „Die Armut in diesem EU-Land ist so groß, dass ein Mitteleuropäer das kaum glauben kann“, sagt Vera Schneider, die vor Jahren die Bulgarienhilfe ihrer Kirchengemeinde ins Leben rief. Viele der in Rudnik lebenden Roma gehören den Baptisten an und besuchen auch gerne ihr Gemeindezentrum mit dem Kirchenraum. „Das Gebäude ist total sanierungsbedürftig“, weiß Ehrenfried Schneider, der Schwiegervater der agilen Vera Schneider.

Seit dem Wochenende unterwegs

Er, seine Enkelin Corinna, der junge Pastor Samuel Falk und acht Studenten wollen in Rudnik innerhalb einer Woche das Gemeindezentrum auf Vordermann bringen, eine gleich große Anzahl der Einheimischen wird ihnen dabei helfen. Während Ehrenfried Schneider mit seiner Ehefrau und einem weiteren Ehrepaar bereits seit dem Wochenende per Auto unterwegs sind, kommen die junge Leute erst heute an.

„Wir packen nicht nur in der Kirche an, wir werden auch im Land selbst, in Rudnik und Umgebung Lebensmittel für die Bevölkerung kaufen“, erklärt Pastor Falk. Auch haben die jungen Baptisten, meist Studenten, Saatgut (Tomaten und Paprika beispielsweise) und Gartengeräte im Gepäck. „Das fahrende Volk der Roma ist nämlich etwas ungeübt im Ackerbau“, sagt Corinna Schneider lächelnd. „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Credo der jungen Christen.

Auch Matratzen und Decken werden mit nach Bulgarien genommen. Denn im Gottesdienstraum wird geschlafen, gemeinsam mit den Bulgaren. Die nagelneuen Liegeunterlagen werden selbstverständlich in Rudnik bleiben.

Auch kochen werden die Aachener, die ihre Arbeit als Osterdienst an den armen Leuten am Schwarzen Meer empfinden, vor Ort selbst. Ehrenfried Schneider sagt: „Abends einen draufmachen ist nicht drin. Dafür werden die jungen Leute viel zu kaputt sein, und in Rudnik werden schon früh die Bürgersteine hochgeklappt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert