Aachen - Jugendliche bekommen am Moltkebahnhof eigenen Raum

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Jugendliche bekommen am Moltkebahnhof eigenen Raum

Von: Martina Stöhr
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Das Modell ist schon fertig: Auf dem Gelände der Maria-Montessori-Schule soll ein Kreativhaus für Jugendliche entstehen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein Quadrat als Basis und ein Fünfeck verschränkt oben drauf: So sieht das Kreativhaus aus, das Kindern und Jugendlichen demnächst am Moltkebahnhof Raum für kreatives Schaffen bieten soll. Der temporäre Bau soll nach Willen der Bleiberger Fabrik zum Ort der Begegnung werden und die unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen aus der Umgebung zusammenbringen.

Diese innovative Konzeptentwicklung „aufsuchender Jugendkulturarbeit“ kommt bei den zahlreichen Projektpartnern der Bleiberger Fabrik gut an.

„Mit diesem neuen Projekt kann eine ganz neue Gruppe von Jugendlichen erreicht werden“, meint etwa Umweltdezernentin Gisela Nacken. Deshalb gab die Stadt auch gerne ihr Einverständnis für das Projekt, obwohl das gewünschte Gelände an der Maria-Montessori-Schule eigentlich nicht bebaut werden darf. Aber das Kreativhaus ist eben nur ein temporärer Bau und wird voraussichtlich nach zehn Jahren wieder verschwunden sein. Doch so lange sollen die Jugendlichen hier voll auf ihre Kosten kommen.

Gemeinsam mit Einrichtungen der Jugendhilfe, der Schule und der Suchthilfe soll ein Konzept entwickelt werden, das dann im Dialog mit den Nutzern realisiert wird. Nachdem das Land NRW im Dezember grünes Licht für den Bau gegeben hat, soll es in den ersten zwei Wochen der Sommerferien endlich losgehen. Schon jetzt können sich die Jugendlichen im Modell ansehen, wie ihr Kreativhaus aussehen wird.

Entworfen hat es der damalige Student und heutige Architekt Tim Panzer, der damit einen entsprechend ausgeschrieben Wettbewerb gewann. „Das Haus ist aus Holzwerkstoffplatten, die in der Werkstatt vorgefertigt werden“, erklärt er. Die großformatigen Platten werden dann vor Ort miteinander verbunden und aufgebaut. Der Vorteil dieser Vorgehensweise: Das Haus kann bei Bedarf ohne weiteres entfernt und an einer anderen Stelle wieder neu montiert werden.

Irmgard Braun, Direktorin der Maria-Montessori-Gesamtschule, freut sich über die erneute Zusammenarbeit mit der Bleiberger Fabrik. An ihrer Schule werde Kultur seit jeher als wichtiges Standbein gefördert, sagt sie. Und die Schule wolle sich in den Bürgerpark und das Frankenberger Viertel integrieren. Das Kreativhaus könnte dabei von Nutzen sein. Außerdem habe sie die Erfahrung gemacht, dass gerade Jugendliche einen eigenen Raum brauchen. Entsprechend gut angekommen ist ein aufblasbares Zelt, das in den Wintermonaten genau dort stand, wo das Kreativhaus geplant ist. Hier wurde getanzt und ein Film gedreht. Solche und ähnliche Projekte sollen auch im Kreativhaus möglich sein.

Sponsoren gesucht

Für dessen Bau suchen die Planer noch nach Sponsoren. Herzlich willkommen sind laut Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, beispielsweise alte Fenster (Telefon 0241/ 82064). Die Kinder und Jugendlichen sollen bei der Gestaltung der Außenfassade und der Innenausstattung aktiv mitwirken. Und auch wenn die Bezirksvertretung Aachen Mitte bereits Gelder für den Bau bewilligt habe, sei man dankbar für jede weitere Unterstützung, so Sibylle Keupen.

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