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„Jugend debattiert”: Die Favoritin kommt vom Inda

Von: Vanessa Rojek
Letzte Aktualisierung:
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Sie diskutieren die Finalrunde der Sekundarstufe I miteinander aus (von links): Miriam Mumana Patrick Emonts, Niklas Herff und Conny Förster. Und der Gewinner ist: Patrick Emonts. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Aus 32 mach vier, lautete am Donnerstag die Formel im Inda-Gymnasium. Denn in der Vorausscheidung des Schulverbundes Aachen I traten 32 Schüler des Inda-Gymnasiums, des Couven-Gymnasiums sowie des Monschauer St. Michael-Gymnasium an, um vier Teilnehmer an der Qualifikation für das NRW-Finale des Wettbewerbs „Jugend debattiert” im März in Oberhausen zu ermitteln.

Nach einer Vorrunde mit zwei verschiedenen Debatten traten am Freitag von acht Finalisten jeweils zwei gegen zwei Schüler in den Positionen Pro und Contra gegeneinander an.

Dabei diskutierten die Finalisten in einer 24-Minuten-Debatte über aktuelle schulpolitische Streitfragen. „Soll der Sportunterricht in der Schule intensiviert werden?” lautete die Streitfrage, der sich die Schüler der Sekundarstufe I gestellt haben.

In der Sekundarstufe II stand die Frage „Soll für Schüler ab der zehnten Klasse ein verpflichtendes Sozialpraktikum eingeführt werden?” zur Diskussion.

Nicht „ganz zufrieden mit seiner Leistung” war der 17-jährige Julian Genten vom Couven-Gymnasium: „Wir haben zwar eine Woche Zeit uns in die Themen einzuarbeiten, allerdings erfahren wir erst kurz vorher, für welche Partei wir plädieren sollen und teilweise ist man in der anderen Position einfach stärker”, erklärt der Zweitplatzierte der Sekunderstufe II.

Dieses Schicksal teilt er allerdings mit vielen anderen. „Deutlich gegen das zu sprechen, was man eigentlich denkt, das ist die Herausforderung”, fand auch der 16-jährige Inda-Schüler Tobias Dammers: „Deswegen haben wir um die Positionen gelost.”

Der Bundeswettbewerb findet nun bereits zum siebten Mal statt, und fast genauso lange dabei ist die die 19-jährige Diana Beyerlein vom Inda-Gymnasium, die den Wettbewerb der Sekundarstufe II erneut mit Bravour gewann.

In der Diskussion um das Sozialpraktikum vertrat die Vorjahres- Landessiegerin die Pro-Seite und überzeugte die vierköpfige Jury mit „Sachkenntnis und mit Ihrer stets spontanen Gegenargumentation”, wie Jurorin Birgit Emonts erläuterte.

„Sie hat schon viermal teilgenommen und ist durch ihre Erfahrung eine der Favoritinnen für das Finale in Berlin”, die Jurorin.

Egal, wie hitzig die Schüler auch diskutieren, sie lassen sich ausreden, hören zu und gehen aufeinander ein. Schließlich ist die faire Debattenkultur auch das Ziel des Wettbewerbs: „Wir unterstützen die freie und respektvolle Argumentation. Es soll keineswegs persönlich werden wie bei einer Bundestagsdebatte”, sagte Birgit Emonts. „Es geht vielmehr um die Erweiterung der rhetorischen Fähigkeiten und um die Meinungsentwicklung.”

Ohne Regeln geht nichts

Von dieser Art des Umgangs könne sich also so mancher Politiker ruhig etwas abschauen, stimmte auch der Tobias Dammers zu, der in der Sekundarstufe II den vierten Platz belegte. „Ich fand es bei teils unsinnigen Argumenten auch schwierig, dem Kontrahenten nicht ins Wort zu fallen, aber es geht um das Miteinander und nicht um Aggressivität. Ohne Regeln würde der Wettbewerb nicht funktionieren”, sagte der 16-Jährige Inda-Schüler.
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