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Jürgen Drews: Mallorcakönig im roten Frack

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Nach der Flut kommt ja bekanntlich die Ebbe, und nach der Ebbe dann auch wieder die Flut. Manchmal tobt aber auch eine heftige Sturmflut. Was am Samstag bei der „Öcher Fastelovvend Show“ der Prinzengarde mit einem starken Auftritt der „schönsten und härtesten Boygroup der Welt“, den „Big Maggas“, und dem TSC Bad Aachen in ausgelassener Feierlaune begann, ebbte stimmungsmäßig bedauerlicherweise ein wenig ab. Doch glücklicherweise brach dann die große Stimmungs-Sturmflut ungebremst auf die Jecken im Eurogress herein.

Dass sich nach TSC Bad Aachen der eine oder andere Karnevalist in sich oder nach draußen zurückzog, lag auch daran, dass die Raucher eine erste Pause brauchten, und nach dem neuen Gesetz müssen sie dazu vor die Tür. Das stört die Atmosphäre, sie wird unruhig und nervös. Die Veranstalter haben damit zu kämpfen.

Bei den Rednern des Abends war leider weit und breit kein heiteres Hoch zu entdecken, der Begeisterungspegel sank. Beim Auftritt von „Die 2 Schlawiner“ wartete man vergeblich auf den Witz. Ein Prinzengardist mit Fähnchen auf der Bühne fungierte noch als erfolgloser Animateur. Die Schlawiner gingen auch vorzeitig von der Bühne. Fragen kann man sich außerdem, ob Fred van Halens Auftritt mit seinem Vogel Aki länger sein darf als der des Prinzen Bernd I. und seines Hofstaats.

Denn als Prinzengarden-Kommandant Dirk Trampen den Prinzen ankündigte, brachen die ersten Wellen mit Sturmgewalt, der Stimmungs-Pegel stieg rasant. Die Leute lieben den neuen Prinzen und sein Gefolge und auch den venezianischen Karneval. Wenn Bernd I. auftritt, reißt selbst Oberbürgermeister Marcel Philipp die defekte Konfettikanone auseinander, um den Karnevalisten Glitzer und Glimmer auf die Häupter zu streuen. Nach seinen spektakulären Prinzentanz bei der Proklamation wollen die Leute die Tollität nicht nur singen hören, sondern auch tanzen sehen. „Wir woll‘n dich tanzen seh‘n, wir woll‘n dich tanzen seh‘n!“, sangen ein paar Jecke.

Mallorcakönig Jürgen Drews kam ohne Glitzeranzug und ohne Königsmantel, dafür im roten Frack und nur mit einer Handvoll Songs. Dass er manche gleich doppelt sang, machte dem Hexenkessel im Europasaal nichts. Manche gerieten jetzt erst recht in Feierlaune.

Am Thron der vier Amigos als Könige der Party-Stimmung auf jeder Sitzung aber ist nicht zu rütteln, so sehr sind sie im Öcher Fastelovvend verankert. Sie stehen eben außer Konkurrenz. Für die 4 Amigos brachte der etablierte Schlagerstar Drews mit seiner absolut professionellen Show die Flut der Begeisterung erst ins Rollen. Sie brachte die Narren zu toben, ja die Sturmflut war endlich angekommen und brach mit Karacho über das Publikum herein. Auf den Stühlen, zwischen den Reihen – überall tanzten die Jecken. Was für ein Abend!

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