Aachen - Jülicher Straße: Gestank erinnert an faulige Kartoffeln

Jülicher Straße: Gestank erinnert an faulige Kartoffeln

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Immer der Nase nach - mit dieser Empfehlung würden Ortsunkundige an manchen Tagen problemlos das Quartier zwischen Liebigstraße, Jülicher Straße und Prager Ring ansteuern können.

Irgendwo dort muss er entweichen, der gammelige Modergeruch, der seit Wochen immer mal wieder in der Luft hängt und die im Umkreis lebenden und arbeitenden Menschen belästigt.

Je nach Windrichtung und -stärke wird der Gestank manchmal sogar bis zum Haarener Markt getragen. Auch die angrenzenden Wohngebiete sind vor den Schwaden nicht sicher. Die Beschwerden sind bereits zahlreich, doch noch immer tappen die Fachleute vom Umweltamt bei der Ursachenforschung im Dunkeln.

Rainer John und Heinz Spelthann, zuständig bei der Stadt Aachen für den technischen Immissionsschutz und die Überwachung gewerblicher Betriebe, sind in den letzten Wochen zwar immer wieder vor Ort gewesen, wissen aber nach wie vor nicht, wo der Quell der Belästigung ist. „Wir sind dran, aber es ist wahnsinnig schwer zu orten”, sagt John.

Substanz unklar

So suspekt die Herkunft, so unklar ist auch die Substanz. Einem bestimmten chemischen Gas können selbst Fachleute wie John und Spelthann den Geruch bislang nicht zuordnen. Er erinnert an faulige Kartoffeln, meint John.

Ob es sich um gesundheitsgefährdende Dämpfe handelt, kann er derzeit nicht sagen. Messgeräte, die unbestimmte Gerüche analysieren, gibt es nicht. Der eigenen Nase vertrauend meint John jedoch, dass nichts auf chemische Substanzen, Lösemittel oder ähnlich schädliche Dinge hindeute. Aber wer weiß?

Zwischenzeitlich hat die Stawag bereits die Kanäle im Viertel durchgespült, weil man die Ursache im modrigen Untergrund vermutete. Geholfen hat es nicht: Am Montagmorgen war der Gestank in nun schon fast gewohnter Penetranz wieder da. So werden John und seine Kollegen in Kürze wieder losziehen und im Viertel liegende Betriebe genauer unter die Nase nehmen.

Für Hinweise, die bei der Ortung hilfreich sein können, sind sie dankbar. „Wer eine Idee hat, was es sein kann oder woher es kommt, kann gerne anrufen”, sagt John. Zu erreichen sind er und sein Kollege Spelthann unter 0241/4323667 oder 4323668.
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