Aachen - Jetzt wird nur Granulat gestreut

Jetzt wird nur Granulat gestreut

Von: mg
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An manchen Tagen waren die Streufahrzeuge auch in Aachen im Dauereinsatz. Mangels Streusalz ist der Stadtbetrieb mittlerweile dazu übergegangen, die Straßen mit Granulat abzustreuen. Foto: ddp

Aachen. In der Eifelgemeinde Roetgen begrüßen mittlerweile große Hinweisschilder am Ortseingang die anreisenden Autofahrer: Da die Streusalzvorräte aufgebraucht seien, könnten die Straßen im Ort nicht mehr gestreut werden.

Solche Schilder werden die Aachener an ihren Ortseingängen wohl nicht aufhängen. Salz hat die Stadt allerdings schon seit letzter Woche nicht mehr. „Es gibt kein Salz mehr, und es ist nicht abzusehen, wann es wieder welches gibt”, so Axel Costard, Mitarbeiter des städtischen Presseamts.

Man habe zwar einen Vertrag mit einem Hersteller, der Nachlieferung innerhalb von 24 Stunden garantiere, „aber da waren wir wohl nicht die einzigen”. Deshalb behilft sich der Streudienst seit letzter Woche mit Granulat, das den Schnee auf den Straßen stumpf macht. Zwar wirke Granulat im Gegensatz zum Streusalz nicht auftauend, dafür sei es aber ohne Frage besser für die Umwelt.

An manchen Tagen in diesem Winter ist ordentlich Salz weggegangen. Rund 55 Tonnen sind allein nötig, um einmal alle Straßen der KategorieI (verkehrswichtige Straßen, Krankenhauszufahrten sowie Bereiche vor Schulen) abzustreuen. Wenn es ganz doll schneit, rücken die Streufahrzeuge bis zu dreimal am Tag aus, berichtet Costard. „Dann werden an die 150 Tonnen Streumittel verbraucht.”

Als abzusehen war, dass das Salz knapp wird, da haben sich die Männer des Stadtbetriebs schließlich vor allem auf Straßen der KategorieI in Hanglagen und an großen Kreuzungen konzentriert. Und mittlerweile habe der Stadtbetrieb auch schon rund 350 Tonnen Split auf den Straßen verteilt, berichtet Costard.

Schnee und Eis bescheren für den Stadtbetrieb derzeit übrigens auch reichlich „Kundenkontakt”. In großer Zahl melden sich die Aachener und beschweren sich über eisglatte oder nicht geräumte Straßen. Manchmal könne der Stadtbetrieb da nur noch auf Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung verweisen, sagt der Sprecher des Presseamts: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.”
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